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Aktuelles

Robert Walser, zu gross für den Kaffeetisch

Als der Dichter Robert Walser am Weihnachtstag 1956 auf einer Wanderung stirbt, ist er von der literarischen Öffentlichkeit so gut wie vergessen. Die letzten 23 Jahre seines Lebens hat er in der Heil- und Pflegeanstalt Herisau im Kanton Appenzell Ausserrhoden verbracht, und das nicht freiwillig. «In seine Bevormundung einzuwilligen lehnt

Peter Stirner in Schilten

«Ein Leben», sagte der alte Thomas Mann mit Blick auf Heinrich Kleist, «braucht nicht 80 Jahre zu währen, um auf seine Art voll bestanden und siegreich vollendet zu sein». Und so war Hermann Burgers Suizid mit einer Überdosis Schlaftabletten am 28. Februar 1989 seltsam konsequent. Denn Todes- und Selbstmordthemen durchziehen

Thurgau? – Wag es getrost!

Ohne die Liebe zu «Land und Leuten», ohne eine «feinere Art von Natur- und Landschaftssinn» lasse sich die zugegebenermassen spröde Schönheit der Mark Brandenburg nicht erkennen. Das jedenfalls behauptete Theodor Fontane. Wieviel leichter hat es Albert M. Debrunner da doch mit seinem Gegenstand. Um Nachsicht für eine erkennbar verspätete Kultur

Editorial

Das rote Titelblatt mit Feuerlöschern deutet es an: es brennt lichterloh in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Soweit sind sich alle einig. Worin die Brandursache bestehe, ist weniger klar. Und wie das Feuer unter Kontrolle zu bringen sei, darüber gehen die Meinungen gänzlich auseinander. Wenn nicht alles täuscht, sind die meisten

Blogs, Rede & Widerrede

April 2009 Peter Sloterdijk, Philosoph, in seinem Buch «Du musst dein Leben ändern» (Suhrkamp) Diffuses Änderungsbedürfnis «Du musst Dein Leben ändern» «Es gibt im Augenblick keine Information im Weltäther, die nicht ihrer Tiefenstruktur nach auf diesen absoluten Imperativ zu beziehen wäre. Er ist der Ruf, der sich nie zu einer

Editorial

Es waren in Armut lebende Eltern, die ihre Kinder weggaben. Es waren aber auch die Behörden, die die Kinder den Eltern wegnahmen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden «Verdingkinder» in fremde Familien plaziert. Zumeist wurden sie als günstige Arbeitskräfte verdingt, da sie sich kaum wehren konnten. Lesen Sie im

Blogs, Rede & Widerrede

10.03.2009 Cyrill Engeli, freilich.ch, http://www.freilich.ch/ Karriere-Tip «Warum wettern die Amerikaner eigentlich gegen die Steuerhinterziehung? Das Delikt ist ja in den USA nichts anderes als ein Karriere-Beschleuniger: man wird damit entweder Finanzminister (T. Geithner) oder zumindest als Gesundheitsminister nominiert (T. Daschle). Das Bankgeheimnis

Fiskalisches Asyl

Das Bankgeheimnis ist schon lange durch-löchert. Das hat bloss niemand gemerkt. Die richtige Zeit, um die Löcher zu stopfen.