In dieser Ausgabe
Schwerpunkt
Die utopische Vorstellung, den Schulden zu entkommen, zerstört das Fundament unserer Gesellschaft
Seit Jahrtausenden prägen sie Wirtschaft, Moral und Politik. Doch ihr Versprechen von Zusammenhalt und Fortschritt trägt seit jeher den Schatten von Täuschung, Krise und Zerfall.
Wer zögert, verliert
Wer darauf wartet, dass sich die Märkte «beruhigen», verpasst Chancen. In unsicheren Zeiten zählt nicht der perfekte Einstieg, sondern eine robuste, disziplinierte Anlagestrategie.
Nach der Verschuldung droht die Enteignung
Viele europäische Länder stecken tief im Schuldensumpf. Die Geschichte zeigt, dass Eigentümer in solchen Situationen in besonderer Gefahr sind.
Gold bleibt der Klassiker gegen Marktstress
Der US-Dollar steht unter Abwertungsdruck, der Transatlantikraum rutscht in die Unsicherheit ab. Als Anleger sollte man im Aktienmarkt investiert bleiben und regelmässig zukaufen.
Die Politiker setzen alles auf Rot – die Rechnung bezahlt die nächste Generation
Es gibt gute ökonomische Argumente für Schulden – doch die Politik liebt den Staatskredit vor allem deshalb, weil er Konflikte um Geld in die Zukunft verschiebt. In fast allen G7-Staaten haben sich dadurch gewaltige Risiken angesammelt.
Die versteckten Kosten des geldpolitischen Sündenfalls
Seit der Finanzkrise von 2008 haben die Zentralbanken angefangen, Staatsschulden aufzukaufen. Das hat unrentable Firmen am Leben erhalten, notwendige Strukturreformen hinausgezögert und die Unabhängigkeit der Geldpolitik geschwächt.
Sei nichts schuldig – ausser Liebe für deine Nächsten
In der Kirchengeschichte spielten Schulden eine wichtige Rolle. Doch die Bibel verbietet sie nicht per se. Nur massvoll und gerecht sollen sie sein.
Der moderne Kolonialismus kommt im Gewand der Entwicklungshilfe daher
Wie der IWF und die Weltbank arme Länder unterdrücken und deren Ressourcen in reiche Länder umleiten.
Die Welt im Schuldentaumel
Weltweit wachsen die Verbindlichkeiten und die Geldmengen steigen rasant. Nur der Inflationsdruck hat sich vorübergehend etwas abgeschwächt.
So gelingt die Sanierung des verschuldeten Steuerstaats
Mit Überschuldung haben sich viele Staaten in eine Sackgasse manövriert. Heraus kommen sie nur mit fundamentalen Privatisierungsreformen.
Das Ende der Schuldenspirale: Wir steuern auf eine zunehmend inflationäre Welt zu
Müssen politische Entscheidungsträger zwischen einer lähmenden Inflation und einer Depression wählen, werden sie sich für eine monetäre Neujustierung entscheiden. In den USA wird das in den nächsten Jahren passieren.
Die Schuldenwirtschaft nimmt ein Ende – aber welches? Es gibt vier Wege, und keiner ist schmerzlos
Die hohe Staatsverschuldung hat ihre Wurzeln in der Abschaffung des Goldstandards 1971. Um aus dem Sumpf herauszukommen, stehen vier Wege offen.
Wie könnten sich Verwerfungen auf dem Finanzmarkt auf die Schweiz auswirken? Szenarien einer Staatsschuldenkrise
Wie könnten sich Verwerfungen auf dem Finanzmarkt auf die Schweiz auswirken? Szenarien einer Staatsschuldenkrise.
Wer in die Schuldenfalle gerät, bleibt in der Schweiz oft lebenslang darin gefangen
In der Schweiz bedeutet private Überschuldung oft lebenslanges Stigma und ein Leben am Existenzminimum. Anders in den USA, wo ein Neustart möglich ist.
Chancen und Risiken noch sorgfältiger abwägen
Die Lage im Markt für Staatsanleihen bleibt komplex. Doch ein herausforderndes Marktumfeld bietet eben auch Möglichkeiten.
Gefangen im Minus
Über Geld spricht man in der Schweiz nicht. Und über Schulden erst recht nicht. Die Folgen können gravierend sein.
«Ich will nicht die Welt retten – ich will meine Familie retten»
Argentiniens Deregulierungsminister Federico Sturzenegger ist der Mastermind hinter Javier Mileis radikalen Reformplänen. Im Gespräch sagt er, was es braucht, um sinnlose Gesetze abzuschaffen, und warum Guy Parmelin einen Kettensäge-Pin trägt.
Das Ende der Illusion
Bitcoin ist die härteste Währung der Welt. Sie schützt vor systemischer Geldentwertung.
«I Don’t Want to Save the World – I Want to Save My Family»
Federico Sturzenegger, Argentina’s Minister of Deregulation and State Reform, is the chief architect of Javier Milei’s reform agenda. In this interview, he explains what it takes to scrap absurd laws and why Guy Parmelin wears a chainsaw lapel pin.
«No quiero salvar el mundo – quiero salvar a mi familia»
Federico Sturzenegger, ministro de Desregulación y Reforma del Estado en Argentina, es el principal artífice de la agenda de reformas de Javier Milei. En esta entrevista explica qué hace falta para derogar leyes absurdas y por qué Guy Parmelin lleva un pin con una motosierra.
We are heading toward an increasingly inflationary world
If policymakers have to decide between crippling inflation or a depression, they will choose a monetary reset. I expect a resolution in the next few years.
The Utopia of Escaping Debt Destroys the Foundation of Society
For millennia, debt has shaped economies, ethics, and politics. Yet its promise of cohesion and progress has always carried the shadow of illusion, crisis, and collapse.
The Hidden Costs of Monetary Policy
Since the financial crisis of 2008, central banks have started buying up government debt through quantitative easing. This allowed failing businesses to survive, delayed necessary structural reforms and weakened the independence of monetary policy.
Mit den neuen EU-Verträgen steigt die Schweiz auf die Stufe von Entwicklungs- und Schwellenländern ab
Die Idee eines Rahmenabkommens war ursprünglich eine Schweizer Erfindung. Das Streitbeilegungsmodell hingegen ist von EU-Abkommen mit ehemaligen Sowjetrepubliken inspiriert. Die Chronik eines Kniefalls.
Naked Truths: The Logic of Who Knows What
In his new book, Steven Pinker shows how the seemingly simple idea of shared knowledge can explain much of social life.
Ich weiss etwas, das du auch weisst – aber weisst du auch, dass ich es weiss?
In seinem neuen Buch zeigt Steven Pinker, wie die scheinbar einfache Idee des gemeinsamen Wissens grosse Teile des sozialen Lebens erklären kann.
Dossier
Die sauren Beine machen stolz
Es beginnt mit einem Plan für eine Velotour, der aus dem Ruder läuft. Drei Pässe und 3600 Höhenmeter später weiss ich: Um Höhepunkte zu geniessen, muss man sich manchmal zum Leiden zwingen.
Unglücklich im Überfluss: Wie wir der Sackgasse des Wohlstands entkommen
Der Widerstandsgeist verdrückt sich, die Wehleidigkeit nimmt zu. Die westliche Wohlstandsgesellschaft steckt in einer Midlifecrisis. Das Gute daran: Man kann ihr auch wieder entkommen.
Man muss auch mal auf die Fresse fallen: Kinder brauchen Misserfolge, Frustration und Schrammen, um sich zu entwickeln
Während ich aufwuchs wie ein wilder Waschbär, treiben die heutigen Helikoptereltern ihren Kindern die Überlebensfähigkeit aus. Sie werden unselbstständig und ängstlich.
Helikoptereltern machen Kinder weniger widerstandsfähig und schaden ihnen so
Damit Kinder resilient werden, müssen Eltern ihnen zutrauen, Herausforderungen zu meistern. Das bedeutet aber nicht, sie mit ihren Problemen allein zu lassen.
Wer Kinder von allem verschonen will, tut ihnen keinen Gefallen
Viele Eltern stellen ihren Nachwuchs ins Zentrum und verlangen nichts von ihm. Doch zum Erwachsenwerden gehören auch Frustration, Herausforderungen – und sie überwinden zu lernen
Sport treiben, Beziehungen pflegen und auf das Positive fokussieren: Mit diesen Routinen werden Sie resilienter
Unserem Wohlstand zum Trotz steigt die mentale Belastung. Dauerstress, Konflikte am Arbeitsplatz und ständige Erreichbarkeit wirken sich negativ aus. Doch es gibt Möglichkeiten, sich dagegen zu wappnen.
«Willenskraft kann man trainieren, wie man Muskeln trainieren kann»
Wer resilient sein will, muss sich selber finden, sagt die Extremsportlerin Evelyne Binsack. Das gilt am Mount Everest ebenso wie in der Wirtschaft.
Der Föderalismus macht die Schweiz antifragil – doch ausgerechnet die Kantone höhlen ihn aus
Der dezentrale Staatsaufbau sorgt für Bürgernähe und einen Wettbewerb der besten Ideen. Doch statt ihre Autonomie zu verteidigen, machen sich die Kantone zu Transferempfängern.
Die Herrschaft der Beleidigten bedroht den Humanismus
Sich nicht beleidigt fühlen zu müssen, ist zu einem Anspruchsrecht geworden. Das scheint verständlich, ist aber brandgefährlich. Wenn wir Demokratie und Debattenkultur schützen wollen, müssen wir diese Tendenz überwinden.
Um widerstandsfähig zu sein, müssen wir uns von der Angst befreien
Politik und die Medien leben davon, Menschen Angst zu machen. Als Antwort darauf müssen wir die Verantwortung stärken – individuell wie auch institutionell.
Aktuelle Debatten
Die Wohnungsnot meistert die Schweiz nur, wenn sie endlich Stadtplanung betreibt
Es muss nicht überall verdichtet werden, sondern gezielt in gut erschlossenen Gebieten. So könnte Wohnraum für bis zu zwei Millionen Einwohner geschaffen werden.
«Asien lebt heute jene Werte, die Europa einst erfolgreich gemacht haben»
Der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt, der liberale Gedanke sei in der Schweiz stärker als in seiner Heimat. Die Zukunft sieht er jedoch in Asien.
Will die Schweiz weniger Zuwanderung, muss sie produktiver werden
In der Schweiz begründet man die hohe Zuwanderung gerne mit dem eigenen wirtschaftlichen Erfolg. Das ist nicht falsch, blendet aber einen besorgniserregenden Trend aus: Der Vorsprung der Schweiz ist geschmolzen. Die hohe Immigration ist zum Teil eine Folge des schwachen Produktivitätswachstums.
Lea Ypi erzählt die Geschichte ihrer Grossmutter – und überschreitet dabei die Grenze zur Fiktion
In ihrem neuen Buch lässt die albanische Autorin den Balkan der Zwischenkriegszeit aufleben. Doch dann zerstört sie das Fundament, das die Geschichte trägt
Mit den neuen EU-Verträgen steigt die Schweiz auf die Stufe von Entwicklungs- und Schwellenländern ab
Die Idee eines Rahmenabkommens war ursprünglich eine Schweizer Erfindung. Das Streitbeilegungsmodell hingegen ist von EU-Abkommen mit ehemaligen Sowjetrepubliken inspiriert. Die Chronik eines Kniefalls.
Naked Truths: The Logic of Who Knows What
In his new book, Steven Pinker shows how the seemingly simple idea of shared knowledge can explain much of social life.
Ich weiss etwas, das du auch weisst – aber weisst du auch, dass ich es weiss?
In seinem neuen Buch zeigt Steven Pinker, wie die scheinbar einfache Idee des gemeinsamen Wissens grosse Teile des sozialen Lebens erklären kann.
Weitere Beiträge
Wenn die Politiker abtauchen, hinterlassen sie den Bürgern einen Scherbenhaufen
Weltweit haben Staaten riesige Schulden angehäuft. Das ist nicht nachhaltig – die nächsten Jahre werden unruhig.