Amerikanische Mathematikerin, Computerwissenschafterin und Admiral der US-Navy-Reserve. Eine der ersten Entwickler von Computern und
Programmiersprachen.Angesichts des Zweiten Weltkriegs gab Hopper 1943 ihre Mathematikprofessur am Vassar College auf und meldete sich als Freiwillige bei der Reservemarine. Sie wurde 1944 dem «Bureau of Ships Computing Project» an der Harvard University zugeteilt, das im selben Jahr begann, mit IBMs «Mark I»-Computer, einem der ersten funktionstüchtigen Computer überhaupt, zu arbeiten. 1952 veröffentlichte sie, mittlerweile mit dem Computer «Univac I» arbeitend, ihren Artikel «The Education of a Computer», in dessen Titel Turings zweiteiliger Entwurf einer intelligenten Maschine (vgl. S. 54) anklingt. Darin schreibt sie, dass den Mathematikern durch die Programmierbarkeit der Rechner zwar Arbeit abgenommen werde, diese so aber zum eintönigen Schreiben und Kontrollieren von Programmen degradiert würden. Hopper entwickelte deshalb eine Programmiersprache, in der sich Maschinencodes in Symbolen – nicht Zahlen – wiedergeben liessen, sowie das entsprechende Unterprogramm, das deren Übersetzung leistete. Dadurch setzte Hopper nicht nur die Mathematiker wieder in ihren Stand, sondern schuf auch die Grundlage für die massentaugliche Benutzung von Computern: indem sie deren Handhabung durch Sprache ermöglichte. Ihren Ruhestand hob die US Navy zweimal wieder auf, per spezielle Bewilligung durch den Kongress, so dass Hopper erst 79jährig aus dem Aktivdienst schied.
Unterstützen Sie uns!
Aktuelles
Verschuldete Staaten erhöhen den Druck auf die Notenbanken
Die steigende Staatsverschuldung bedroht die Unabhängigkeit der Zentralbanken, sagt der ehemalige Präsident der Nationalbank, Thomas Jordan. In der Schweiz besorgt ihn vor allem die steigende Regulierung.
Gute Gesundheitspolitik beginnt dort, wo Interessen offengelegt und Entscheide öffentlich begründet werden
Über Medikamentenpreise wird meist nach bekannten Mustern gestritten. Nötig sind nicht bloss weitere ausgehandelte Kompromisse, sondern begründete Entscheide, die Patientenzugang, Innovation und bezahlbare Prämien zusammenführen.
Der Staat wächst auf unserer Bequemlichkeit
Giuseppe Gracia und Lukas Leuzinger diskutieren darüber, warum der Staat immer grösser wird. Ist der Mensch unfähig zur Freiheit – oder gefangen im «sanften Despotismus»?
Survival in the Wolf World
The rules of global politics are crumbling. Marc Saxer’s timely warning maps the geopolitical forces, ideas, and strategies shaping a harsher new era.