Mehr sozial, weniger Staat
Der Sozialstaat nach westlichem Zuschnitt verspricht mehr, als er halten kann. Seine Reformbedürftigkeit versucht er zu kaschieren.
ist Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig.
Der Sozialstaat nach westlichem Zuschnitt verspricht mehr, als er halten kann. Seine Reformbedürftigkeit versucht er zu kaschieren.
Pragmatismus ist keine politische Tugend, sondern eine Form der Denkfaulheit und Prinzipienlosigkeit.
Die heutigen Demonstrationen in den westlichen Metropolen markieren den Anfang eines Verteilungskampfes um leere Staatstöpfe.
Nicht erst seit der jüngsten Finanzkrise gelten Banken als die bösen Buben unseres Wirtschaftssystems.
Die Schweiz tut gut daran, sich auf einen dauerhaft hohen Frankenkurs einzustellen.
Die Bürger täten gut daran, einen Blick hinter die grossen Schlagzeilen zu werfen.
Problematisch ist nicht der «Missbrauch» des Sozialstaats durch Migranten, sondern schlicht sein «Gebrauch» gemäss den Regeln der heutigen Sozialpolitik.
Kaum eine Partei greift mit solcher Verve in die individuellen Rechte und in die Vertragsfreiheit der Bürger ein wie die Sozialdemokraten.
Ist der Staat tatsächlich die richtige Instanz, um technische Entwicklungen anzustossen?
Sind institutionelle Weichen falsch gestellt, hilft auch keine Symbolpolitik.
Die Politik will den Verkauf von Killerspielen an Kinder und Jugendliche verbieten. Damit kann sie vielleicht bei Erwachsenen punkten – nicht jedoch bei den Jugendlichen. Diese werden ihre Spiele weiterhin spielen.
Die EU-Staaten sind kaum mehr reformierbar. Die westlichen Wohlfahrtsstaaten sind ein Auslaufmodell. Mehr Realismus täte not. Aber Realismus tut weh. Und wer will sich schon wehtun?
Ungleichheit, soziale Kälte und Ausschliessung soll er hervorbringen. Und er ist das Feindbild vieler Intellektueller: der Markt. Einspruch! Eine Verteidigung seiner Leistungen. Und eine Replik an die Adresse des Soziologen Peter Gross.*
Städtebauer planen. Die Bewohner hingegen handeln. Chaotisch. Das ist gut so. Denn so bleiben unsere Städte aufregend.
Entwicklungshilfe gilt als zivilisatorischer Akt. Aber kann sie auch ein Geschäft für gewinnorientierte Anleger sein? Eine Antwort von responsAbility, einer Zürcher Firma für soziale Investitionen.