Wie der Bund zu Geld kommt
Das Ende der Negativzinsperiode erschwert die Liquiditätsplanung des Bundes. Was seit der Einführung der Schuldenbremse eingespart wurde, ist in der Coronakrise wieder ausgegeben worden.
Das Ende der Negativzinsperiode erschwert die Liquiditätsplanung des Bundes. Was seit der Einführung der Schuldenbremse eingespart wurde, ist in der Coronakrise wieder ausgegeben worden.
In der Fiskal- und Geldpolitik wird der Spielraum immer enger. Es droht ein unsanftes Erwachen.
Europa ist mitverantwortlich, dass jedes Jahr Zehntausende auf dem Weg hierher sterben, sagt der Migrationsforscher Ruud Koopmans. Er fordert die Einführung von Kontingenten und die Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften mit hoher Qualifikation wächst seit Jahrzehnten. Asylsuchende aus Nordafrika und dem Nahen Osten werden sie kaum befriedigen können.
Acht Jahre nach Angela Merkels Diktum «Wir schaffen das» agiert die deutsche Asylpolitik weiterhin planlos. Dabei ist die aktive Integrationsverweigerung von Muslimen Warnung genug.
Statt die Generationen gegeneinander auszuspielen, sollten wir gemeinsam handeln. Denn in unseren Problemen sind wir uns ähnlicher, als wir denken.
Ich gehöre zu den Letzten, die nicht mit Smartphone und Social Media aufgewachsen sind. Wir haben sie aber bald intensiv genutzt. Dadurch gewannen wir Freiheit, dafür haben wir Mühe, uns zu fokussieren.
Meine Altersgenossen und ich erlebten in den 1960er-Jahren eine einzigartige Zeit des Hochgefühls – und deren abruptes Ende. Sie prägt unsere Welt bis heute.
Ich wuchs in einer Gesellschaft auf, die Fleiss, Vertrauen und die Freude an der Debatte hochhielt. Wenn ich heute auf die Welt blicke, zweifle ich am Fortschritt.
Im Fall Credit Suisse hat sich der Bundesrat einmal mehr mit Verweis auf eine ausserordentliche Situation über Verfassung und Gesetz hinweggesetzt. Es ist der neue Höhepunkt einer unheilvollen Entwicklung.
Die Credit Suisse steht für eine Elite, die der Schweiz zu Reichtum verhalf. Bevor ihr das Land zu klein wurde. Die heilige Dreifaltigkeit Kreditanstalt, FDP und Grasshopper Club ist am Boden.
Bundesrat, Nationalbank und Finma ist es gelungen, das Finanzsystem zu stabilisieren. Dabei haben sie jedoch rote Linien überschritten und neue Risiken geschaffen.
Finma, SNB und Bundesrat hätten den CS-Niedergang früher erkennen müssen. Jetzt gilt es, das systemische Risiko der neuen Monsterbank zu begrenzen, Managementkompensation neu auszurichten und Fusionskontrolle zu stärken.
Die Soziologie ist redundant und konform geworden. Statt auf Champions-League-Niveau Erbsen zu zählen, sollte sie sich wieder an der Arbeit ihrer Klassiker orientieren.
Die Massnahmen während der Coronapandemie haben mich vom Rechtsstaat entfremdet. Jetzt befreie ich mich aus seinem Korsett.
Am Wandel des Verhältnisses zwischen Staat und Bürgern seit der Coronakrise zeigt sich, dass Konformismus ein besonderer Autoritarismus ist. Durch ihn macht das Individuum die Zwänge, mit denen es rechnet, zu seiner eigenen Sache. Damit einher geht ein grosser Gedächtnisverlust.