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Kultur

Politik als «republikanisches Trauerspiel»

In Schillers «Verschwörung des Fiesco zu Genua» steht die Frage nach der richtigen politischen Ordnung im Mittelpunkt. Das Drama oszilliert zwischen Machiavellis Pragmatismus und Kants Moralphilosophie. Wie alle Schillerschen Theaterstücke behandelt es das grundlegende Drama der Politik.

Macht und Ohnmacht der Ideen

Die «Tragödie der Mittel» in Schillers «Don Karlos» Noch ehe die Französische Revolution zur blutigen Schreckensherrschaft wurde, hat Schiller – jenseits und vor der geschichtlichen Erfahrung – im «Don Karlos» illustriert, dass die Macht die Ideen frisst, wenn diese Autorität gewinnen wollen.

Dem Neuen zum Durchbruch verhelfen

Die «Jungfrau von Orleans» und «Wilhelm Tell» als Innovatoren Sowohl «Tell» als auch «Jeanne d’Arc» sind – entgegen Schillers Intention – als Idole des Nationalismus missbraucht worden. Man kann beide Figuren aus heutiger Sicht als Unternehmer im Bereich der politischen Ideen deuten.

Demokatie Plus

«Die Mehrheit? Mehrheit ist Unsinn, Verstand bei wenigen nur. Der Bettler muss seine Stimm dem Mächtigen verkaufen. Man soll Stimmen wägen, nicht zählen. Der Staat muss untergehn, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.» (Leo Sapieha, Schillers «Demetrius», 1805)

Leserbrief zu «Fehlkonzept Rechtschreibreform»

Das Dossier zur Rechtschreibreform in der Novemberausgabe 2003 der «Schweizer Monatshefte» löste grosses Echo aus. Die Redaktion verfolgt das Thema weiter und veröffentlicht vier kritische Leserzuschriften. Stefan Stirnemann wird die «Sprachverwirrung» in kommenden Ausgaben kommentierend begleiten.

Zwischen Eros und Kultur

Zum Tod des Künstlers Robert Müller Im Oktober dieses Jahres starb Robert Müller, Plastiker, Zeichner und Bildhauer von europäischem Rang. Sein künstlerisches Werk wurde von freudiger Zügellosigkeit inspiriert: die Fortsetzung des Liebesakts mit «zarten Messern».