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Kultur

Verhindern statt mildern

Eveline Hasler veröffentlichte 1991 eine Biographie über Henry Dunant, Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Die Autorin porträtiert einen Pazifisten, der den Krieg nicht nur zivilisieren, sondern verhindern wollte – und letztlich scheiterte.

Unterwegs im Text

Christoph Geiser schreibt übers Reisen Christoph Geiser ist unterwegs – mit dem Ozeandampfer Richtung Amerika und mit der Sprache in Richtung einer Radikalität, die ihresgleichen in der neuen Schweizerliteratur sucht. Bekannte Diskurse werden spielerisch aufgebrochen, es wird frei assoziiert.

Besessenheit nach gesammeltem Besitz

Philipp Blom hat Geschichten über Sammler gesammelt Die Leidenschaft des Sammelns lässt sich weit zurückverfolgen. Was sich im Lauf der Zeit verändert, sind Motive, Mittel und Modalitäten: hier ist die Vielfalt grenzenlos.

Peter Stadler: «Epochen der Schweizergeschichte»

Peter Stadlers «Epochen der Schweizergeschichte» mögen ohne anmassende Voreiligkeit als Teil seines Vermächtnisses angesehen werden; er selbst mutmasst, dass dieses Buch sein «letzter grösserer Beitrag zur Schweizergeschichte bleiben dürfte». Dieser ist fällig geworden nach der Demontage des tradierten Schweiz-Images, wie sie anlässlich der Siebenhundertjahrfeier und der Abstimmung zum Europäischen

Raymond Naef: «Grock – eine Wiederentdeckung des Clowns»

Nachdem Grock noch zu Lebzeiten seine Memoiren hatte schreiben lassen, ist jetzt ein neues, umfassendes und reich bebildertes Buch über den «König der Clowns» erschienen. Verfasst hat es ein Kenner mit persönlichem Bezug zu Grock, sein Grossneffe Raymond Naef. Respektvoll und begeistert, aber zugleich kritisch-objektiv zeichnet er das Bild

Switzerland’s Defence and Security Policy During the Cold War (1945-1973)

Die Buchproduktion englischer Sprache ist mit der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts in letzter Zeit nicht ausschliesslich erfreulich umgegangen. Um so beachtenswerter ist eine auf Englisch verfasste Doktorarbeit einer Auslandschweizerin über die Selbstbehauptung unseres Landes im Kalten Krieg. Denn die Schrift zeichnet sich durch eine leicht fassliche, überblickbare und insbesondere

Und am Ende sind wir ja beide Idealisten…

Friedrich Schiller, zitiert aus seinem letzten Brief an Wilhelm von Humboldt («Wilhelm von Humboldt, Sein Leben und Wirken, dargestellt in Briefen, Tagebüchern und Dokumenten seiner Zeit», hrsg. von Rudolf Freese, Darmstadt 1986, S. 431 f.)

Politik als «republikanisches Trauerspiel»

In Schillers «Verschwörung des Fiesco zu Genua» steht die Frage nach der richtigen politischen Ordnung im Mittelpunkt. Das Drama oszilliert zwischen Machiavellis Pragmatismus und Kants Moralphilosophie. Wie alle Schillerschen Theaterstücke behandelt es das grundlegende Drama der Politik.

Macht und Ohnmacht der Ideen

Die «Tragödie der Mittel» in Schillers «Don Karlos» Noch ehe die Französische Revolution zur blutigen Schreckensherrschaft wurde, hat Schiller – jenseits und vor der geschichtlichen Erfahrung – im «Don Karlos» illustriert, dass die Macht die Ideen frisst, wenn diese Autorität gewinnen wollen.