Kultur
Der letzte Dienst des perfekten Kellners
Alain Claude Sulzer erzählt von der Fixierung auf die Lebensliebe
Wodka
Die Verbreitung der westlichen Zivilisation ging vielerorts einher mit der Zerstörung indigener Kulturen durch Alkoholmissbrauch. Im Alten Testament und auch in der europäischen Geschichte gibt es aber genügend Beispiele für den umgekehrten Prozess: die Kultivierung eines ursprünglich barbarischen Umgangs mit Trunkenheit zu massvollen, gesellschaftlich integrierten Verhaltensweisen. Die griechische Maxime «Niemals
Corporate Governance: Das subtile Spiel um Geld und Macht
Kurt Schiltknecht schreibt über Corporate Governance aufgrund eigener Beobachtungen und Erfahrungen; er war Mitarbeiter in der OECD, in leitender Stellung bei der Schweizerischen Nationalbank, der Bank Leu und der BZ-Gruppe. Zudem verfügt er über solide Kenntnisse der ökonomischen Theorie, die er sich – wie er im Vorwort schreibt – zunächst an
Der paradoxe Prediger
Pfarrer Albert Bitzius, bekannt als Jeremias Gotthelf, kämpfte gegen die Säkularisierung. Seine Literatur sollte seine Predigten verkünden, doch Leser nahmen seinen Realismus wörtlich statt als Gleichnis.
Das Wirklichwerden der Kunst
Im Gedicht verschränken sich zwei Sphären zu einer neuen Einheit aus Klängen und Bildern. Die Autorin macht diese sinnliche Verschränkung nachvollziehbar und zeigt, wie Mörike mit «Gesang Weylas» an den Ursprung der Kunst selbst rührt.
Thesen essen Kunst auf
Die Basler Fondation Beyeler zwingt Architektur und Skulptur in einen Dialog, in dem Wechselwirkungen und Ähnlichkeiten zwischen beiden Gattungen augenfällig werden sollen. Die so konstruierten Zusammenhänge beginnen im späten 18. Jahrhundert und führen bis in die Gegenwart.
Emmanuel Joseph Sieyès und die Französische Revolution.
Auch die politische Ideengeschichte kultiviert ihren Kanon der Klassiker. Im europäisch geprägten Kulturkreis umfasst er vielleicht zwanzig Namen. Die alte Prüfungsfrage, ob dieser oder jener Autor seinen Status im erlauchten Kreis tatsächlich verdiene, mag ihre Berechtigung haben, sie ist indes auch müssig. Was jemand schreibt, ist eines. Ein anderes ist,
Ein normales, souveränes Deutschland
Die deutsche Aussenpolitik ist ins Gerede gekommen, weil sie sich anmasste, 2002 auf die Weltbühne zurückzukehren. Seit dem Überfall der USA auf den Irak (zusammen mit einer «Koalition der Willigen») und der Weigerung Bundeskanzler Gerhard Schröders, sich an diesem Abenteuer zu beteiligen, findet eine heftige, kontroverse Debatte über die Ziele