Zerrinnerungen. Fritz Senn zu James Joyce
Christine O’Neill: «Zerrinnerungen. Fritz Senn zu James Joyce». Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2007.
Christine O’Neill: «Zerrinnerungen. Fritz Senn zu James Joyce». Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2007.
Begehrte Berner Barettlitöchter Den Bernern sagt der Volksmund gerne einen Hang zur Gemächlichkeit nach. Die Lektüre der Erzählungen des «Klassikers der berndeutschen Literatur», Rudolfs von Tavel (1866–1934), lässt jeden Nichtberner erfahren, worin diese Gemütlichkeit gründet: im Dialekt. Beginnt man nämlich von Tavels in Berndeutsch geschriebene Geschichten zu lesen, so
Ein Schweizer in Görlitz Der in der Schweiz nicht nur wegen seiner langjährigen Tätigkeit für «Pro Helvetia» bekannte Schriftsteller und Fotograf Michael Guggenheimer ist im Sommer 2007 für seine Verdienste um die an der Lausitzer Neisse gelegene Doppelstadt Görlitz/Zgorzelec mit deren Europamedaille ausgezeichnet worden. Seine jüdischen Vorfahren hatten die
Fjodor Dostojewskij (1821 bis 1881) Von dem russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewskij stammt – aus seinem Roman «Die Gebrüder Karamasow» – eines der leidenschaftlichsten Plädoyers für die persönliche Freiheit.
Sprachrichtig und einheitlich – am 31. Oktober 2007 stellte die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) ihre Empfehlungen vor. Die Eröffnungsrede hielt Christoph Stalder. 1996 löste die Rechtschreibreform heftige Kontroversen aus.
Morde auch in Zürich – neue Kommissare betreten die literarische Bühne. Die fünfte Folge der «Schweizer Literatur in Kurzkritik» stellt 15 Bücher und eine CD vor, darunter Werke von Franz Hohler, Alex Capus und Urs Widmer. Fortsetzung folgt.
Geborgen – wo? Mag sein, dass manches von dem, was Francesco Micieli in seinen neun kurzen «Texten zu Sprache und Heimat» sagt, so oder so ähnlich schon einmal gesagt worden ist. Aber es ist kaum jemals so überzeugend und vor allem so schön gesagt worden. Und ausserdem, das ist die individuelle
Nobody in Montreal In jenem «alten Haus der Sprache», in dem sich laut Karl Kraus alle Schriftsteller (und Epigonen) tummeln, will Verena Stefan kein Wohnrecht mehr besitzen. Im Gegenteil: die 1947 in Bern geborene Autorin ist Ende der 1990er Jahre bewusst aus diesem morsch gewordenen Gebäude ausgezogen und in die
Zwei Morde in Zürich… Es wird viel getrunken in diesem Kriminalroman. Vor allem Hochprozentiges. Auch Johanna di Napoli, ehemals Übersetzerin und jetzt Wachtmeisterin bei der Zürcher Stadtpolizei, greift gerne zur Whiskyflasche. Als Spezialistin für häusliche Gewalt und Sexualdelikte steht sie mitten in der Kampfzone der Geschlechter. Dabei sind die Gewichte
…auch ein Agentenroman braucht Tote… Im Grunde fehlt mir ja der Zugang zu Agentenromanen, dachte ich. Alle diese Decknamen, Beschattungen, Verdächtigungen: sie sind doch – verdächtig. Aber wessen? Immer gleicher Strickmuster! Nein, die Welt von John le Carré & Co. überlasse ich gerne den Carréristen, so mein lang gehegtes Vorurteil, das
Der Mittelstands-Ehemann, kein Mörder Der Titel wäre von gerissener Simplizität. Wer klopft, könnte immer schon jener sein, auf den wir ein Leben lang warten. Hier aber ist es Eros, der sich ankündigt. Es klopft eine fremde Frau. Zuerst ans Zugfenster. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt hinter der Scheibe ignoriert
Ruth Werfel (Hrsg.): «Gehetzt. Südfrankreich 1940. Deutsche Literaten im Exil». Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2007.
Erfolgsexpress Abenteuerroman Verfasser von Abenteuergeschichten hatten es meist nicht leicht. Sie waren die Stiefkinder der Literaturgeschichte. Geliebt vom Publikum, wurden sie vom gehobenen Feuilleton im besten Fall ignoriert. Ich denke an Robert Louis Stevenson, der lange warten musste, bis er seinen Status als Klassiker erlangen konnte; ich denke an Jules