Schweizer Autoren in Kurzkritik XIX
12 Bücher, vorgestellt in der neunzehnten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
12 Bücher, vorgestellt in der neunzehnten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.
Der Tod ist in Urs Widmers neuem Roman allgegenwärtig: als symbolschwere Spielfigur eines schwarzen Fährmanns, als mächtiger Saurierknochen oder in Form einer Handvoll Toter, die als unsichtbare Wiedergänger unter den Lebenden wandeln. Dennoch ist die Erzählung von Herrn Adamson kein ernstes oder gar düsteres Buch. Ganz im Gegenteil. So derb-
Ulrich Schlie (Hrsg.): «Marion Gräfin Dönhoff und Carl Jacob Burckhardt. ‹Mehr als ich Dir jemals würde erzählen können›». Hamburg: Hoffmann und Campe, 2008
Solide und leserfreundlich aufgemacht, 423 Seiten stark, mit zahlreichen erläuternden Abbildungen versehen und mit 17 aufschlussreichen Faltkarten garniert, präsentiert sich die überarbeitete Fassung der Basler Dissertation von Barbara Piatti. Ihre grundgescheite Studie ist ein engagiertes Plädoyer für eine «Geographie der Literatur». Simpler Dichtertourismus ist fortan passé. Die Ausgangsfrage ist einfach:
Cla Biert: «Das Gewitter/Betschlas malmadüras». Zürich: Limmat, 2009.
Seit seinem Débutroman «Agnes» (1998) hat Peter Stamm erzählerisch eindrucksvoll die Möglichkeiten eines glücklichen Zusammenlebens von Männern und Frauen erkundet und im permanenten Scheitern seiner Protagonistenpaare die Unhaltbarkeit des Glücks und die Illusion dauerhafter Liebe demonstriert. Stamms neuer, vierter Roman «Sieben Jahre» zeigt sich als eine breiter angelegte, über einen
Ariane Braml: «Bild mit leichten Dingen». Zürich: Littera Autoren Verlag, 2009
«Ursino III», aus «Progetto Siciliano», Acryl auf Leinwand, 120 x 120, 2003 Urs Jaeggi: «Weder noch etwas». Klagenfurt: Ritter, 2008 Urs Jaeggi: «Wie wir». Frauenfeld: Huber, 2009
«Die Angst ist mein ständiger Begleiter», sagt Felix am Anfang und stellt am Ende fest: «Bis jetzt kenne ich ja nur Angst und die Angst vor der Angst.» Auf den 160 Seiten dazwischen entwickelt der praktizierende Psychoanalytiker und Autor Jürg Acklin die Fallstudie einer pathologischen Störung. Besagter Felix, ein verhätschelter,
8 Bücher, vorgestellt in der achtzehnten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik». Fortsetzung folgt.