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Kultur

Der Schwur des Studenten

Wer sich die «Kurzbiographie» Al Imfelds auf seiner Website anschaut, kann nur staunen. Der 1935 als Sohn einer Bergbauernfamilie geborene Autor, Journalist und Entwicklungsexperte wurde zunächst katholischer Priester, überwarf sich aber schnell mit der Kirche, promovierte dann in evangelischer Theologie, um schliesslich doch Journalist zu werden. Quasi nebenher qualifizierte er

Live on Stage

Holt die Lederhose aus dem Schrank, lasst bei Hemd oder Bluse vier Knöpfe offen, steckt euch die Piratenohrringe an – der Roman «Verlangen nach Drachen» von Verena Rossbacher liest sich wie ein Popstarcasting. Einziges Mitglied der Jury ist die attraktive, aber gnadenlose Clara vom Wiener Kaffeehaus Neugröschl, und wer sie am

Live on Stage

Holt die Lederhose aus dem Schrank, lasst bei Hemd oder Bluse vier Knöpfe offen, steckt euch die Piratenohrringe an – der Roman «Verlangen nach Drachen» von Verena Rossbacher liest sich wie ein Popstarcasting. Einziges Mitglied der Jury ist die attraktive, aber gnadenlose Clara vom Wiener Kaffeehaus Neugröschl, und wer sie am

Der Bodensee sog – bis ins Montafon und ’s Ländle

Die nicht erst seit gestern weitverbreitete Sehnsucht nach einem Aufenthalt am Bodensee hat, und zwar über Jahrhunderte hinweg, bedeutende Literatur hervorgebracht. Vieles davon versammelt die eng bedruckte und schön gestaltete Anthologie «Im Sog des Bodensees», in der Herausgeber Klaus Isele auf Gedichte ganz verzichtet und damit Raum für Prosatexte von

Keine Globalisierung im Niederdorf

Martin Suter hat einen Roman geschrieben, der mehr sein will als spannende Unterhaltung. Stand im Zentrum von Suters letztem Buch «Der letzte Weynfeldt» das Privatleben eines schrulligen Zürcher Millionärs, so konfrontiert das vorliegende seine Leser mit der Globalisierung. Ein mittelloser tamilischer Koch kämpft gegen erpresserische Landsleute, ausländerfeindliche Schweizer und seine

Die erlesenen Perspektiven des Claus Helmut Drese

Das Theater ist in der Krise, heftiger und grundlegender, als man es noch vor zehn Jahren für möglich gehalten hätte. Längst ist sein Anspruch zerronnen in der fortwährenden Verwässerung des Kulturbegriffs, der von der «Unternehmens-» bis hin zur «Szenekultur» keinem, auch noch so marginalen, Lebensbereich vorenthalten wird. Die Mahnung, es

Briefe zwischen gelehrten Brüdern des 18. Jahrhunderts …

Das «reizlose Zurzach» verliess er schleunigst, und in Germersheim musste er «auf Stroh übernachten», was ihm durchaus nicht behagte – die erste grosse der zahlreichen Reisen des späteren Staatsmannes, Historikers, Publizisten und Kosmopoliten Johannes von Müller (1752–1809) begann 1769 eher unspektakulär und (ebenso zeittypisch wie zeitalterunabhängig) begleitet von väterlichen Mahnungen,