Kolumne
Intellektuelle Schwerathletik
Am Anfang stand eine kleine, aber nachwirkende Demütigung. Als wir vor einiger Zeit zu zweit für ein Interview mit Didier Sornette in dessen Büro antrabten, roch es streng, als hätte eben jemand Sport getrieben. Den Kraftgeräten, die im Büro herumstanden, schenkten wir zunächst keine Aufmerksamkeit. Sornette, adrett gekleidet in Hemd
Nacht des Monats mit Levon Malkhasyan
Levon Malkhasyan ist Jazzmusiker. Sein Arbeitstag beginnt um 22 Uhr.
Für eine egalitäre Gesellschaft
Was ist eine egalitäre Gesellschaft? Es ist eine Gesellschaft, die stolz darauf ist, ohne Vorrechte auszukommen. Aber es ist keine Gesellschaft, in der materielle Gleichheit angestrebt wird. Ein solcher Gedanke wirkt auf viele Zeitgenossen fast schon skandalös. Und in der Tat leisten sich Politiker und Publizisten auch hierzulande seit Jahren
Griechische Wirtschaftsgrössen
Die griechische Wirtschaft will nicht recht zur glorreichen antiken Tradition der Dichter und Denker passen.
Hausgemachte Flüchtlingskrisen
Bürokratien sind träge und unflexibel. Dass das durchaus tragische Auswirkungen haben kann, zeigt die aktuelle Flüchtlingskrise – etwa in Deutschland.
Nacht des Monats mit Sandro Mazzoni
Sandro Mazzoni führt ein Kino, in dem B-Movies gezeigt werden.
Richtungswahlen? Den inneren Schweinehund überwinden!
Unter Vertretern der schreibenden Zunft ist es verpönt, sich politisch zu outen. Viele meiner Kollegen träumen insgeheim davon, dass sich Fakten, Zahlen und Analysen gleichsam von selbst zu einem kohärenten Bild verdichten, das der Schreibende dann bloss noch in Textform zu bringen hat. Das wird als höchste Liga des Journalismus
Kolonial liberal?
Es ist an der Zeit, die bibliothèque coloniale des Liberalismus aufzuarbeiten.
Das rinke Lager wächst
Schweizer Medien und Wähler vergeuden zu viel Aufmerksamkeit mit Blicken auf die politischen Ränder
Nacht des Monats mit Urs Arnold
Urs Arnold hat früher das Marketing des «Monats» verantwortet.
De Castro & Garschagen
Fussball. Karneval. Caipirinha. Urwald. Entwicklungsland. Das sind die Assoziationen, die sich hierzulande in den Köpfen meiner Freunde einstellen, wenn sie von Brasilien hören. Auch diesen helvetischen Sommer habe ich im brasilianischen Winter verbracht. Und auch diesmal war ich nach meiner Rückkehr damit beschäftigt, in stereotypen Gesprächen die Klischees über jenes
Kopfzerbrechen übers Sterbenwollen
Kürzlich habe ich einem lieben Freund den Kopf eingeschlagen. Er mir auch. Wir diskutierten über Sterbehilfe. So kamen wir auf meine zwei Grossmütter zu sprechen. Meine erste Grossmutter verlor mit 87 Jahren bei einem Schlaganfall Sprache und Bewusstsein. Man amputierte ihr ein Bein. Sie lebte nur noch dank lebenserhaltender Maschinen.