Kolumne
Der Staat, der Weihnachtsmann
Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) könnte transparenter nicht sein. Das ist mutig. Denn das nimmt ihre potentiellen Wähler in die Pflicht. Niemand wird jemals behaupten können, er habe nicht gewusst, welche Politik er für seine Stimme serviert bekommt. Wo SP draufsteht, ist SP drin. Ich würde meinen: das können
Petri Heil, Kleiner!
Eine Bekannte erzählte mir, dass ihr vierjähriger Enkel sie in eine peinliche Situation gebracht habe, als er auf offener Strasse lauthals – und mit der Spielpistole in der Hand – geschrien habe: «Peng, peng, peng! Alle tot!» Die Öffentlichkeit strafte die Grossmutter mit missbilligenden Blicken – sie hätte sich, sagte sie, am liebsten
Wiesel public
Etwas unwirsch kommt sie daher, die neue Kampagne des Personalverbands des Bundes.
Nacht des Monats mit Money Boy
Sebastian Meisinger, auch bekannt als «Money Boy», hat Erfolg mit schlechten Songs.
Leserbefragung
Liebe Leser, schön, dass Sie zu jenen Leuten gehören, die jeweils zehn Minuten Ihrer Lebenszeit in die Lektüre der «Scheuklappen» investieren. Dafür danke ich Ihnen. Und verbinde mit dem Dank diesmal einen Wunsch. Darf ich Sie bitten, Ihre 10 Minuten diesen MONAT in das Ausfüllen unserer Leserbefragung zu investieren? Sie
Casting, Kind und Kohle
Das Deutschschweizer Fernsehpublikum traf am 11. April einen guten Entscheid, als es den elfjährigen Flavio Rizzello aus Thalwil zum Sieger in der Casting-Show «Das grösste Schweizer Talent» wählte. Auch ich war gerührt: der Mini-Star singt wunderschön und geniesst seinen Erfolg souverän. Nach den ersten Emotionen kamen vielen Zuschauern
Wahlprogramm in einem Satz
Ein «bürgerliches» Wahlprogramm in nur einem Satz: Weniger Sozialstaat wagen!
Die neuen Abzocker und die Mediengebühr
Wer ist hier der Abzocker: Sie oder ich? – Es war Bundesrätin Doris Leuthard, die diese Frage vor ziemlich genau einem Jahr an Nationalrat Max Binder richtete. Nicht um Saläre der Angestellten staatsnaher Betriebe ging es während der Ratsdebatte und auch nicht um die Entschädigung für das hohe Amt eines Bundesrats.
Gerichtliche Abzockerei
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als einem Klienten von mir eine Gerichtsgebühr von CHF 1770.– für das Ausstellen eines kurzen Erbscheins auferlegt wurde. Die Erbfolge war aufgrund des vorgängigen Testamentseröffnungsurteils klar, das Ausstellen des Erbscheins beschränkte sich also auf die Eingabe weniger Namen in ein vorgefertigtes Formular. Ich habe daher
Ein Herz für Beamte
Die Verwaltung weist einen erschreckend hohen Anteil «unproduktiven Verkehrs» auf. Leerlauf und Langeweile sind an der Tagesordnung.