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Dossier

«Gadji beri bimba»

«Gadji beri bimba»

Hugo Ball, zitiert aus seinem Tagebucheintrag vom 23. Juni 1916, abgedruckt in «DADA total», Reclam, 1994, S. 27 f. Das im Tagebuch nicht vollständig aufgeschriebene Lautgedicht wurde ergänzt nach derselben Quelle, S. 56.

Professionelle Provokateure

Nick Hayek und Juri Steiner arbeiten zusammen, um das historische Dada-Haus an der Spiegelgasse 1 in Zürich in ein Kulturzentrum umzuwandeln. Hayek, CEO der Swatch Group, sponsert das Projekt als Hauptunterstützer, während Steiner als Kunsthistoriker die künstlerische Konzeption leitet.

Das Nichts? Gasgestank? Gott?

Das Nichts? Gasgestank? Gott?

War das nicht alles einfach Sauglattismus? Wenn man so hinhört, wie über DADA gesprochen wird, auch von Begeisterten, ist der Unterschied nicht ohne weiteres festzustellen. Lautgedichte und Kostüme aus Glanzpapier und viel Nonsens und Gruppenglück im Protestgehabe, hat sich das nicht in sich selbst erfüllt, damals, und wird fade, wenn

On y da! On y da!

On y da! On y da!

«Lasst uns aufbrechen»: Anfangs dachten wir daran, die vorliegende Ausgabe der «Schweizer Monatshefte» mit Abdrucken von Werken aus der Dada-Sammlung des Kunsthauses Zürich zu bebildern. Doch dann entschieden wir uns dafür, Studierenden der «F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich» die Gestaltung der für die Bilder reservierten Seiten

Kreative Dissidenz

An den Grenzen zwischen Sinn und Unsinn entsteht Freiheit. Sie beginnt mit der Möglichkeit, Nein zu sagen. Doch wahre Freiheit wächst erst, wenn wir beharrlich fragen, welche Grenzen sinnvoll sind und welche nicht – statt uns vorschnell traditionellen Antworten zu beugen.

Grenzenloser Machthunger

Hillary Rodham Clintons Memoiren erregen weltweites Interesse. Leser konzentrieren sich auf die Lewinsky-Affäre, doch politisch Interessierte sollten Passagen beachten, die ihren Machthunger und ihre schwarz-weisse Weltsicht offenbaren.

Herren gegen Bauern

Vor 350 Jahren endete am 8. Juni 1653 der Schweizer Bauernkrieg, eine der düstersten Krisen der Schweiz. Er wurde durch Kriegsverbrecherprozesse erstickt und verstärkte die Unterdrückung der Landbevölkerung in grossen Gebieten der Alten Eidgenossenschaft.

Tango muss sein

Tango muss sein

Kultur ist unvermeidlich. Reicher oder ärmer, volksnah oder «abgehoben». Wenn Menschen zusammen kommen, entstehen verschiedene Kommunikationsformen, Umgangsweisen und Verhaltensmuster, welche einen Feedbackprozess in Gang setzen. Musik wird von diesem Phänomen besonders geprägt, weil sie eine der abstraktesten Kunstformen ist. Die Melodien, Harmonien und rhythmischen Formen klingen in den Menschen weiter,

Neue Kleider für die «Schweizer Monatshefte»

Neue Kleider für die «Schweizer Monatshefte»

(svr) Die «Schweizer Monatshefte verlieren an Farbe, so könnte denken, wer unser neues «Outfit» betrachtet. Seit ihrem Gründungsjahr, 1921, erschienen die Schweizer Monatshefte über 70 Jahre äusserlich ohne grosse Veränderungen: Auf dem Deckblatt dominierte in wechselnden Nuancen das Gelb. 1993, in einer wirtschaftlich angespannten Zeit und nach einer lebhaften Diskussion

Ex occidente luxus

Der westliche Materialismus führt zum Verlust von Lebenssinn. Der Okzident habe seine Seele verkauft, da Metaphysik und Kultur verloren gingen. Ihm fehle die Balance zwischen materiellem Streben und spiritueller Identität, wie sie in asiatischen Kulturen existiert.

Freund un Feind am Golf

Carl Schmitts Begriff des Politischen zeigt sich im Irakkrieg: Nicht als Ressourcenkonflikt, sondern als moralisch motivierter Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Freund und Feind, wo idealistische Politik und realistische Strategie sich komplex überlagerten.