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Dossier

(5) Mehr Selbstvertrauen in Europa

Europa hat viele Gemeinsamkeiten, die in einer – trotz aller Vielfalt – gemeinsamen Geschichte wurzeln und jenes Sozialkapital bilden, das im globalen Umfeld Vertrauen schafft und Erfolg verspricht.

(6) Attraktivität nicht ohne Anstrengungen

Unter dem Druck der Globalisierung wird Europa gezwungen sein, sich von überholten etatistischen, interventionistischen und zentralistischen Modellen zu lösen. Die Politik wird jenen Prozess nachvollziehen müssen, den erfolgreiche Unternehmen bereits vorgezeichnet haben.

Societas Europaea

Europaweit tätige Kapitalgesellschaften haben ein vitales Interesse daran, dass die Weiterentwicklung der Societas Europaea vorangetrieben wird. Die bisher vollzogenen Schritte zur Harmonisierung sind ein Meilenstein für ein europäisches Unternehmensrecht.

(0) Ungarn 1956/2006

Zum Schwerpunkt dieses Hefts gehören nicht nur die hier versammelten Beiträge, sondern auch die Kommentare zur Aussen-, Innen- und Wirtschaftspolitik weiter vorne. Dort wie in den Artikeln am Ende dieses Dossiers geht es um «Ungarn 2006» – um objektive Verhältnisse und subjektive Befindlichkeiten eines Landes, das seit 1989 viele Facetten europäischer

(1) Ungarns historischer Platz in Europa

Die ungarische Nation fühlte sich über Jahrhunderte dem christlichen Abendland zugehörig. Der nach dem Ersten Weltkrieg vom Westen diktierte Friedensvertrag von Trianon stellte diese Zugehörigkeit jedoch auf eine harte Probe.

(3) Das sowjetische Moment

Bis heute gibt es Stimmen, die das Scheitern des Aufstands von 1956 mit dem Ausbleiben westlicher Hilfe erklären. Der folgende Beitrag zeigt dagegen auf, dass es echten Spielraum und damit realistische Alternativen nur in Moskau gab.

(4) 1956 und die politisch-psychologischen Folgen

Die Rekonstruktion einer Wirkungsgeschichte von «1956» ist ein komplexes Unterfangen, weil neben objektiven Resultaten auch subjektive Wahrnehmungen Teil der Rechnung sind, Verdrängungen und Verdrehungen, Instrumentalisierungen und immer neue Interpretationen.

(6) Solidarität und Ausgrenzung – die Ungarnhilfe

Die Schweizer Bevölkerung solidarisierte sich massiv mit ungarischen «Freiheitskämpfern» durch beispiellose Spendenwellen, Sympathiekundgebungen und politische Appelle. Nach der sowjetischen Niederschlagung des Aufstands entlud sich die Wut gegen Kommunisten und «Russen» im Land.

(7) Identitätssuche und Antisemitismus

Wenn eine Nation als ethnische Abstammungsgesellschaft verstanden wird, ist damit immer auch die Ausgrenzung des Anderen verbunden. Die Autorin argumentiert, dass das Selbstverständnis eines Teils der ungarischen Gesellschaft als «ethnisch homogenes Magyarentum» Antisemitismus fördert.

(0) Bedrohung und Behauptung westlicher Werte

Der Verein für Zivilgesellschaft lud wieder Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur nach Ermatingen am Bodensee. In sechs Arbeitsgruppen diskutierten sie Ende Oktober, ob westliche Werte durch aktuelle Entwicklungen herausgefordert werden. Die wichtigsten Ergebnisse folgen.

(1) Zivilgesellschaft braucht Zivilcourage

Dass die Frage nach der Gefährdung westlicher Werte immer wieder aufgeworfen wird, deutet in sich schon eine gewisse Verunsicherung an, einen Mangel an Selbstsicherheit, wie er für die Schweiz und Europa heute symptomatisch ist.

(2) Europäische Toleranz auf dem Prüfstand

Toleranz zu üben bedeutet letztlich, Balance zu halten zwischen Beharrungsvermögen und Wandlungsfähigkeit. Ohne Grenzen ist Toleranz nicht denkbar; für Unwiderrufliches ist entschlossen einzustehen. Gleichzeitig ist aber auch die Bereitschaft zu üben, eigene Positionen stets neu in Frage zu stellen.