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Dossier

(0) Auftakt

«Urbanität». Das Schlagwort suggeriert «Weltläufigkeit», «Modernität», «Aufgeschlossenheit». Wer sich als «urban» bezeichnet, sieht sich als «gebildet», «kreativ», «unabhängig». Vom hochnäsigen und dünkelhaften «Städter» – dem Schimpfwort von einst – ist wenig übriggeblieben. Kulturkritik, die in der Stadt das Dunkle und Verruchte ausmacht, ist passée. Die Menschen zieht es wieder in die urbanen

(2) Was eigentlich ist Urbanität?

Je globaler die Welt, desto wichtiger die Städte. Die Metropolen des 21. Jahrhundert sind die zeitgenössischen Kultorte, die unsere Lebenswelt neu verzaubern. Wir brauchen deshalb mehr Kommerz – und mehr Monumentalität.

(3) Die Stadt ist alles, was der Abfall ist

Weg damit? Recyling? Abfall-Assemblagen? Sag mir, wie du mit deinen Abfällen umgehst, und ich sage dir, wer du bist. Eine Tour durch den Müll, von der Mongolei bis zur Zürcher Josefstrasse, vom 13. Jahrhundert bis heute.

(6) Die Unterwelt ist die Oberwelt

Ein Bedürfnis, ein Angebot, ein Abwägen von Kosten und Nutzen. Dann die Entscheidung. Auch in der Unterwelt reagiert der Markt. Und auch hier sind Vorhersagen nicht möglich. Ein Exposé und eine wahre Geschichte.

(0) Auftakt

Wandern in Heidiland und Skifahren in St. Moritz. Dass dies sommers wie winters Touristen anzieht, weiss jedes Kind. Doch vergessen wir nicht die Festivals! «Die Zahl der Veranstaltungen ist erstaunlich, die Vielfalt verblüffend», wirbt (darob offenbar selbst überrascht) Schweiz Tourismus, die nationale Marketing- und Verkaufsorganisation für das Reise-, Ferien- und

(1) Wer braucht sie, wer will sie, wer bezahlt sie?

Der Blick in den sommerlichen Veranstaltungskalender zeigt statt der erwarteten Flaute ein verlockendes Angebot an Festivals. Was für die traditionellen Institutionen, die Opern- und Theaterhäuser Sommerpause bedeutet, ist für die Festivals Hochsaison. Festivals sind aus dem sommerlichen Kulturkalender nicht mehr wegzudenken. Das Publikum geniesst die lauen Sommerabende an Festivals, von

(4) Romanze am Golf

Was passiert, wenn der Westen und der Mittlere Osten, ein Kulturmanager aus Basel und ein Bauherr aus Dubai zusammentreffen? Entsteht Kunst oder Kitsch, Kultur oder Kommerz? Ein Erfahrungsbericht.

(5) Der Allesfresser

Wer besucht die Festivals? Jeder, der die Mischung von Stilen, Gattungen und Niveaus zu schätzen weiss. Und der Buntes und Widersprüchliches geniesst.

(6) Fest, Festspiel, Festival

Manifestation des Volkswillens, Inszenierung nationaler Ideologie, Marketing für Städte und Regionen. Ein geschichtlicher Abriss von der höfischen Fest- bis zur aktuellen Eventkultur.

(0) Auftakt

«Fast allgemein wird heute die Auffassung vertreten, mit der Wirtschaftskrise der letzten Jahre sei das Ende des Kapitalismus gekommen. Der Kapitalismus habe versagt, er erweise sich als unfähig, die Aufgaben der Wirtschaft zu erfüllen, und so bleibe denn der Menschheit, wenn sie nicht untergehen wolle, nichts übrig als der Übergang