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Dossier: «Worst Case»

Eine Null-Prozent-Risiko-Strategie existiert in keinem Fall. Doch eine unbedingte Gewissheit gibt es immerhin – von John Maynard Keynes auf den Punkt gebracht: «In the long-run we are all dead.»

(2) Worst Case als Show

Ökokatastrophe, Globalisierungsverlierer, Vergreisung der Gesellschaft: hinter der Beschwörung von Worst-Case-Szenarien können handfeste Interessen stehen. Bewahrung und bestenfalls Anpassung des Bestehenden sind die Folge, auf Kosten von Kreativität und der Suche nach neuen Lösungen.

(3) Worst Case als Planungsgrösse

Das Labor Spiez, Schweiz' Institut für ABC-Schutz, konzentriert sich weniger auf Atomkrieg oder Kernkraftwerk-Unfälle. Stattdessen bereitet es die Bevölkerung primär auf terroristische Anschläge mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen vor.

(4) Man kann gar nicht verrückt genug denken

Ein Interview von Mark Obert mit Friedhelm Jungbluth Friedhelm Jungbluth, 48, ist Notfall-Manager des Frankfurter Flughafens. Im Interview mit Mark Obert spricht er über inszenierte und tatsächliche Worst-Case-Szenarien.

(6) Totales Glück, totaler Schrecken

Die Dystopie – der negative Gesellschaftsentwurf – hat im letzten Jahrhundert die klassische Utopie endgültig abgelöst. Doch so schwarz sie auch die Entwicklung der Gesellschaft zeichnet, die Hoffnung gibt sie nicht auf.

(7) Nach der Sintflut

Sintflut und apokalyptische Zustände sind Desaster, die in der Bibel beschrieben werden. Sie bilden den Hintergrund, vor dem die Rettung inszeniert wird: das Wunder der Schöpfung kann so ein weiteres Mal mit grosser Dramatik vor Augen geführt werden.

(8) Sakralisierte Katastrophen

Der Ursprung der Kultur liegt in einem Akt der Gewalt. Diese provozierende These Freuds ist in der Psychoanalyse der Ausgangspunkt für eine Kulturtheorie, die pessimistisch fragt, wie überhaupt Friede gelingen kann.