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Dossier: «Finger weg! – Staat und Familie»

Hilfe kann rasch in Bevormundung kippen und Schutz zu Zwang mutieren. Es braucht den Staat als Instanz, der unterstützt, wenn man sich selbst nicht helfen kann und alle anderen Beziehungen und Strukturen versagen. Doch darüber hinaus wird es rasch kritisch. «Finger weg von der Familie», soweit und solange wie möglich, damit der Einzelne frei bleibt.

(0) Auftakt

«Das ist privat» ist eine häufige Antwort, wenn es um familiäre Fragen geht. Doch wieweit soll das gelten? Wenn hinter geschlossenen Haustüren Familienangehörige misshandelt, Kinder bis zum Hungertod vernachlässigt, Frauen vergewaltigt und demente Verwandte an ihren Betten festgebunden werden, dann muss die Gesellschaft, muss der Staat einspringen. Doch wenn wir

(1) Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt

Mit ausufernden Präventionsmassnahmen nimmt der Staat Einfluss auf eine unbotmässige Jugend und damit auch auf die Familien. Ziel ist der sozialverträgliche Staatsbürger. Die unangenehme Nebenwirkung: je grösser der Anpassungsdruck, desto häufiger kommt es zu Störfällen.

(5) Das neue Familienbewusstsein

Staatliche Betreuungsplätze, Mittagstische, Schulobligatorium, Alimenten-Regelungen – der Staat mischt sich in die Aufgaben der Familien ein. Wie sieht dies die neue, junge Elterngeration?

(7) Dreifachsalto mit Sicherheitsnetz

Eheschliessung und Ehescheidung, Familienplanung und Mutterliebe, Arbeitsteilung und Kindergrippe: Familiensoziologen sind bei diesen Stichworten um Antworten nicht verlegen. Eine Auswahl historischer Beispiele und aktueller Studien.