Debatte
Pragmatiker, Zweifler und ökonomische Ingenieure
Mit der wachsenden Einsicht in die unvermeidliche demographische Entwicklung hat auch in der Schweiz eine breite Debatte über die Zukunft (oder eher das Ende) des Wohlfahrtsstaates eingesetzt. Die Linke tendiert dabei nach wie vor zur Verdrängung der Alterungsproblematik, träumt – zum Teil gegen besseres Wissen – von unrealistischen Produktivitätsfortschritten bzw. Wachstumsraten und
Vorbildliche Sozialisten
Frankreichs politische Elite teilt die Verantwortung ungern mit dem Volk und bevorzugt eigene Entscheidungen. Umso bemerkenswert ist das Experiment, das am 1. Dezember innerhalb einer grossen Partei stattfand.
«Soziale Gerechtigkeit» – mehr Schaden als Nutzen
Der Versuch, mittels staatlicher Umverteilung das anzustreben, was man soziale Gerechtigkeit nennt, hat einen ausserordentlich hohen moralischen Preis. Er ist so hoch, dass dieses Streben alle Merkmale kontraproduktiven Handelns aufweist.
Globalisierung: Missverständnisse und Realitäten
Selten hat ein Thema so viele Missverständnisse und zuweilen auch bewusste Verzerrungen von Fakten und Entwicklungen hervorgerufen wie die Globalisierung. Wir hören und lesen von Entwicklungsländern, die unaufhaltsam verarmen, von Eintönigkeit beim Produkteangebot und von Unternehmen, die jeder Kontrolle entglitten sind. Sicher gibt es Probleme. Eine tiefgreifende Veränderung wie die
Mehr Autonomie und Solidarität im Bundesstaat Schweiz
Zur Neugestaltung des Finanzausgleichs
Deutschland bekommt (k)ein Zuwanderungsgesetz
Deutschland braucht Zuwanderer. Den Grund dafür kennen wir längst. In den kommenden Jahrzehnten wird die Zahl der Deutschen im Erwerbsalter deutlich schrumpfen. Das ist die unerfreuliche Spätfolge unserer zu niedrigen Geburtenrate. In Zukunft werden immer weniger Junge mit frisch erworbenem Wissen aus dem Bildungssystem auf den Arbeitsmarkt nachrücken. Gleichzeitig muss
Wir sind nicht das Volk!
Nach der Ablehnung der erleichterten Einbürgerung im September stellt sich die Frage, wie die Landesregierung das Abstimmungsergebnis kommentieren soll. Der Autor analysiert das Problem und mögliche Lösungen.
Schranken der Demokratie, Schranken der Regierung
In der Schweiz ist eine Volksabstimmung eine verbindliche Volksbefragung, keine Ausnahmesituation, die die Regierung gewinnt oder verliert. Die Kollegialregierung muss sachlich informieren, darf aber nicht kampagnenhaft für die Regierungsmehrheit werben.
Umfragen statt Aussagen
1993 veröffentlichte das Kundenmagazin einer Grossbank eine Meinungsumfrage, die Erstaunliches zutage brachte: Würden die Schweizer, die 1992 den EWR-Vertrag abgelehnt hatten, jetzt wieder abstimmen, würden sie sogar einen EU-Beitritt akzeptieren. Ich war skeptisch und beschaffte mir, was Agenturen und Redaktionen kaum je tun, die Fragetexte zu jener Umfrage.
Russland und der Westen
Die frühere Sowjetunion stellt für den Westen keine Bedrohung mehr dar – heute will das Land vor allen Dingen Partner sein. Während die Russen die Europäische Union zunehmend positiv beurteilen, bleibt ihre Skepsis gegenüber den USA.
Kein Ende der Reformsucht?
Ein Ausstieg aus der Rechtschreibreform hat faktisch stattgefunden. Die Experten wiegeln ab, den Schaden trägt die Schule. Die Politik drückt sich vor Entscheidungen, und wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.
Wirtschaftsentwicklung und Nachhaltigkeit
Bürgerliche Politiker fordern eine nachhaltige Sanierung der Bundesfinanzen, die Zürcher Kantonalbank schreibt auf der Titelseite ihres Leitbilds «Für eine nachhaltige Entwicklung». Der Begriff Nachhaltigkeit hat offensichtlich den Weg in die Alltagssprache gefunden. Nachhaltigkeit ist zum Modewort geworden, und sein Sinn droht sich zu entleeren. Was steht denn eigentlich hinter diesem
Ende der Schonzeit?
Der Dollar verliert an Sexappeal Über Jahre hinweg haben europäische, asiatische und australische Anleger die Defizite der amerikanischen Leistungsbilanz mit ihren Kapitalzuschüssen ausgeglichen. Manches deutet darauf hin, dass diese Ströme bald versiegen könnten.