Achtung Gefahr!
Ist Angst die Grundbefindlichkeit der Gegenwart? Jedenfalls scheint das Sicher-heitsbedürfnis in westlichen Gesellschaften unersättlich zu sein. Das Problem dabei ist nur, dass es ständig neue Unsicherheit erzeugt.
Ist Angst die Grundbefindlichkeit der Gegenwart? Jedenfalls scheint das Sicher-heitsbedürfnis in westlichen Gesellschaften unersättlich zu sein. Das Problem dabei ist nur, dass es ständig neue Unsicherheit erzeugt.
Kritik am Liberalismus ist schön und gut, doch nicht, wenn sie mehr Utopismus enthält, als ihr bekommt. Eine kritische Entgegnung auf einen Beitrag von Slavoj Žižek in unserer letzten Ausgabe.
Leben wir im postideologischen Zeitalter? Von wegen. Ein Blick nach Norden zeigt, dass ideologische Scheingefechte wieder im Kommen sind.
Als «Steuersünder» und «Steuerflüchtlinge» werden Menschen bezeichnet, die ihr Geld vor dem Fiskus in Sicherheit bringen. Die politische Rhetorik zielt auf moralische Verunglimpfung. Warum nicht illegitim sein muss, was nicht legal ist.
Neuere Studien zeigen: wer in einem Wohl-fahrtsstaat sozialisiert wird, will auf staatliche Wohlfahrt nicht mehr verzichten. Das Selbst-verständnis der Bürger wandelt sich.
Der Streit um Radio- und Fernsehkonzessionen ist entbrannt. In Bern wird entschieden, was wert ist, von den Konsumenten gehört und gesehen zu werden – und was nicht. Die Vergabe der Konzessionen trägt durchaus kabarettistische Züge.
Wird eine Eidechse bedroht, kontrahiert sie im hinteren Körperbereich den Ringmuskel und stösst damit ihren Schwanz ab. Innert kurzer Zeit wächst der Schwanz jedoch wieder nach – er regeneriert. Muss einem Patienten wegen eines Tumors ein grösserer Teil der Leber chirurgisch entfernt werden, wächst auch diese wieder nach – die Leber regeneriert,
Der Liberalismus mag ja schön und gut sein, doch enthält er mehr Idealismus, als ihm lieb ist. Ein kritischer Einwurf.
Geisteswissenschaften produzieren Sinn. Darum braucht es sie – eine Verteidigung.
Viele Jugendliche nehmen die sozialstaatliche Umverteilung einfach hin. Widerstand ist nicht in Sicht. Überlegungen zur Jugend in einer Gesellschaft, in der die Babyboomer ihre Privilegien verteidigen.
Wer sich zu tief vor andern verneigt, beschämt sie – und damit letztlich sich selbst. Die Unterwürfigkeit lauert auch in Zeiten der Gleichheit überall. Eine Analyse des Kampfes um Anerkennung mit dem Mittel der Selbstabwertung.
Die kategorische Aussage, dass Gleichheit gut und Ungleichheit schlecht sei, wird vor uns hingestellt. Aber stimmt sie auch?
Gerechtigkeit und Solidarität werden in der politischen Rhetorik kaum auseinandergehalten. Das ist nicht nur falsch, sondern auch schädlich. Warum eine total gerechte Welt kalt wäre – und warum der Sozialstaat die Solidarität erstickt.
Nicht von Gott zu Menschen, sondern von Menschen zu Menschen: eine Tafel mit zehn liberalen Geboten an die Regierenden zur Beschränkung ihrer Macht. Vor- und Nachteil zugleich: wer sich nicht an die Gebote hält, muss nicht mit Höllenstrafen rechnen.