Aktuelles
Neue Kleider für die «Schweizer Monatshefte»
(svr) Die «Schweizer Monatshefte verlieren an Farbe, so könnte denken, wer unser neues «Outfit» betrachtet. Seit ihrem Gründungsjahr, 1921, erschienen die Schweizer Monatshefte über 70 Jahre äusserlich ohne grosse Veränderungen: Auf dem Deckblatt dominierte in wechselnden Nuancen das Gelb. 1993, in einer wirtschaftlich angespannten Zeit und nach einer lebhaften Diskussion
Ex occidente luxus
Der westliche Materialismus führt zum Verlust von Lebenssinn. Der Okzident habe seine Seele verkauft, da Metaphysik und Kultur verloren gingen. Ihm fehle die Balance zwischen materiellem Streben und spiritueller Identität, wie sie in asiatischen Kulturen existiert.
Gegen die Personaliserung ökonomischer Vorgänge
Die atlantisch-japanische Wirtschaft nähert sich einer ungewöhnlichen Rezession mit komplexen makroökonomischen Ursachen. Personalisierung und Moralisierung der Probleme verstellen jedoch den Blick auf die kritischen Fundamentalfaktoren.
Freund un Feind am Golf
Carl Schmitts Begriff des Politischen zeigt sich im Irakkrieg: Nicht als Ressourcenkonflikt, sondern als moralisch motivierter Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Freund und Feind, wo idealistische Politik und realistische Strategie sich komplex überlagerten.
Ein Mehrzweckinstrument auf der Suche nach Sinn
Die Armee XXI fand bei der Volksabstimmung vom 18. Mai breite Zustimmung. Nun muss die Gesamtverteidigungskonzeption erarbeitet werden, um das Instrument künftig verfassungsgemäss und sinnvoll einzusetzen.
Zwischen Konflikt und Konvergenz
Transkulturelle Ähnlichkeiten werden oft übersehen: Innerhalb komplexer Kulturen existieren grössere Unterschiede als zwischen ihnen. Gruppen mit ähnlichen Lebensbedingungen teilen über Kulturgrenzen hinweg überraschend viele Gemeinsamkeiten, die Dialog ermöglichen.
Der Beitrag des Islam zur Kultur Europas
Islam und Christentum trafen sich historisch nicht nur aggressiv, sondern auch in Dialog und gegenseitiger Faszination. Heute sollten wir an diese Phasen anknüpfen. Das erfordert Selbstbewusstsein und den Verzicht auf gegenseitige Schuldzuweisungen.
Der Beitrag der Juden zur Kultur Europas
Europa ist in seinem Wesen jüdisch geprägt. Das Judentum mit seinem Fokus auf Recht, Politik und Wirtschaft hat Europas Entwicklung tiefgreifender beeinflusst als das transzendental ausgerichtete Christentum.
Einmarschiert, eingesickert, eingeschmolzen?
Die Alamannen wanderten sukzessive und relativ friedlich in die Schweiz ein. Ihre Einwanderungsgeschichte ist paradox: Sie wird von wechselnder Nachfrage nach mythischen Abgrenzungen und Identitäten geprägt, obwohl es sich um eine ethnisch heterogene Gruppe handelte.
Die Schweiz – Sinnbild der Diversität
Die Schweiz gilt weltweit als Meisterwerk der Vielfalt in der Einheit. Doch wie sieht es bei Abstieg vom offiziellen Credo zur harten Realität aus? Der Autor hinterfragt dieses erfolgreiche Modell der Akzeptanz ethnischer, linguistischer und konfessioneller Unterschiede.
Trauer und Chance
Brasilien und Mexiko verkörpern unterschiedliche Mischkulturen, die von Trauer um verlorene Identitäten geprägt sind. Neue Identitäten entstehen aus Erinnerung, Sehnsucht und Hoffnung zwischen unverwirklichten Träumen und Realität. Historische Unterschiede führen zu verschiedenen Chancen.
François Bondy: «Zwischen Integration und Integrismus»
zitiert aus «Schweizer Monatshefte», 69. Jahrgang, Heft 12, Dezember 1989, S. 961