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Aktuelles

Staat und Wahrheit

Der Staat beansprucht zunehmend die Wahrheitsgarantie in Werbung, Sektenüberwachung und Geschichtsschreibung. Eine kritische Analyse zeigt die Gefahren dieses staatlichen Reinheitswahns.

Konkordanz – unvermeidbar?

Stärken und Schwächen des herkömmlichen Modells Rasche Reaktionen auf den innen- und aussenpolitischen Wandel scheinen im Rahmen einer Konkordanzregierung kaum möglich. Aber ohne einen breit abgestützten Konsens auf Regierungsebene wird eine direkte Demokratie unstabil oder unregierbar.

Konkordanz blockiert Reformen

Ein Interview mit Marina Masoni Im Kanton Tessin wurde deutlich, dass es gegenüber der Zukunftstauglichkeit des Konkordanzprinzips begründete Zweifel gibt. Marina Masoni, Regierungsrätin im Tessin, berichtet über ihre Erfahrungen. Die Fragen stellte Robert Nef.

Konkordanz im Dauerstress

Unterwegs zur fortschreitenden Aushöhlung Das Konkordanzmodell beruht auf einem politischen Willensakt und ist verfassungsrechtlich nicht vorgeschrieben. Man könnte es auch ohne Beeinträchtigung der direkten Demokratie abschaffen, wenn eine Mehrheit dafür Hand böte.

Volkswahl des Bundesrats – kein Thema mehr?

Überlegungen jenseits des parteipolitischen Opportun Die Volkswahl des Bundesrats, von der SVP vor dem 10. Dezember 2003 als Drohung präsentiert, war danach kein Thema mehr. Es gibt aber gute Gründe, weiterhin nach tauglichen Alternativen zum jetzigen Wahlmodus zu suchen.

Und am Ende sind wir ja beide Idealisten…

Friedrich Schiller, zitiert aus seinem letzten Brief an Wilhelm von Humboldt («Wilhelm von Humboldt, Sein Leben und Wirken, dargestellt in Briefen, Tagebüchern und Dokumenten seiner Zeit», hrsg. von Rudolf Freese, Darmstadt 1986, S. 431 f.)

Der Gegenstand abstrakter Kunst

Die abstrakte Kunst stellt Kunsttherapeuten vor Deutungsprobleme. Der Autor nutzt Kants ästhetische Theorie, um zu zeigen, wie die Kategorie des Symbols interpretierend hilft, da abstrakte Werke weder abbilden noch darstellen.

Kants Botschaft

Die Permanenz der Aufklärung «Aufklärung» ist nicht nur die Bezeichnung einer von Kant entscheidend geprägten Epoche. «Aufklärung» ist auch der bis heute anhaltende Prozess des Ringens um eine postreligiöse und postmetaphysische Orientierung. Ein Experiment ohne Gewissheit, jemals mündig zu werden.

Politik als «republikanisches Trauerspiel»

In Schillers «Verschwörung des Fiesco zu Genua» steht die Frage nach der richtigen politischen Ordnung im Mittelpunkt. Das Drama oszilliert zwischen Machiavellis Pragmatismus und Kants Moralphilosophie. Wie alle Schillerschen Theaterstücke behandelt es das grundlegende Drama der Politik.

Macht und Ohnmacht der Ideen

Die «Tragödie der Mittel» in Schillers «Don Karlos» Noch ehe die Französische Revolution zur blutigen Schreckensherrschaft wurde, hat Schiller – jenseits und vor der geschichtlichen Erfahrung – im «Don Karlos» illustriert, dass die Macht die Ideen frisst, wenn diese Autorität gewinnen wollen.

Dem Neuen zum Durchbruch verhelfen

Die «Jungfrau von Orleans» und «Wilhelm Tell» als Innovatoren Sowohl «Tell» als auch «Jeanne d’Arc» sind – entgegen Schillers Intention – als Idole des Nationalismus missbraucht worden. Man kann beide Figuren aus heutiger Sicht als Unternehmer im Bereich der politischen Ideen deuten.

Demokatie Plus

«Die Mehrheit? Mehrheit ist Unsinn, Verstand bei wenigen nur. Der Bettler muss seine Stimm dem Mächtigen verkaufen. Man soll Stimmen wägen, nicht zählen. Der Staat muss untergehn, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.» (Leo Sapieha, Schillers «Demetrius», 1805)