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Aktuelles

(5) Wahrscheinlich, unwahrscheindlich, wahr

Wahrscheinlichkeiten verändern sich grundlegend je nach den Bedingungen, unter denen sie gemessen oder geschätzt werden. Dies ist der Grund für eine Vielzahl falscher Berechnungen, die Betroffene immer wieder zu Fehlreaktionen verleiten.

(6) Die vermessene Psyche

Im Verlauf ihrer Entwicklung hat die Psychologie sich zunehmend von einer Geistes- zu einer Naturwissenschaft gewandelt – und auch hier findet diese Veränderung ihren deutlichsten Ausdruck in der Verdrängung qualitativer Aspekte durch quantifizierende Methoden.

Kant und die freie Form

Das Wahre, das Gute und das Schöne je als autonome Bereiche zu begründen, ist Kants Verdienst. Dieser fünfte Beitrag zu Kants Wirkung auf das philosophische Denken unserer Zeit zeigt, dass seine Begründung der Autonomie der Kunst nichts von ihrer argumentativen Kraft eingebüsst hat.

Die Mathematisierung der Sozialwissenschaften

Der Autor kritisiert, wie komplexe Zusammenhänge und unmessbare Grössen manipulativ kombiniert werden, um vorgegebene Schlussfolgerungen zu stützen. Dadurch entsteht der trügerische Eindruck von Präzision und Plausibilität, der einer umfassenden kritischen Analyse nicht standhält.

Wetten für die Seligkeit

Die Existenz Gottes lässt sich nicht beweisen. Wer nicht glaubt, bleibt auch durch Mathematik ungläubig – selbst Blaise Pascals Wette im 17. Jahrhundert konnte Zweifler nicht überzeugen. Weniger Mathematik kann daher weniger Aberglauben bedeuten.

«Kriegstagebuch 1914-1919»

Der Heidelberger Historiker Karl Hampe (1869-1936) zählte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den angesehensten deutschen Mediävisten. Seine Bücher über die Salier- und Stauferzeit galten für Studenten des Fachs als Pflichtlektüre. Das ruhige Gelehrtenleben erfuhr, wie das so vieler Zeitgenossen und Kollegen, eine schwere Erschütterung durch den

Demographie und Politik

Emmanuel Todd L’illusion économique Gallimard 1998, deutsche Übersetzung mit unzulänglichem Titel und teilweise unsorgfältig lektoriert: «Die neoliberale Illusion. Über die Stagnation der entwickelten Gesellschaften. Zürich: Rotpunktverlag, 1999. Emmanuel Todd Weltmacht USA. Ein Nachruf München: Piper, 2004. Emmanuel Todd gilt den Rechten als Linker und den Linken als Rechter. Gleichwohl