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Aktuelles

Der Monopolist der Oase

Friedrich August von Hayek (1899–1992), österreichischer Nationalökonom und Nobelpreisträger, formulierte in «Die Verfassung der Freiheit» Regeln für eine freiheitliche Gesellschaft. Seine Analyse von Zwang und Monopol am Beispiel eines Oasenbesitzers inspiriert Kollegen bis heute.

Das Lacan Seminar Zürich

Freud selbst war nicht immer Freudianer, so der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan. «Zurück zu Freud» war das Motto seiner Lehre, die er zu einem Gedankengebäude ausarbeitete, das vor allem in romanischsprachigen Ländern Einfluss geniesst.

Schweizer Literatur in Kurzkritik, IV

14 Bücher Schweizer Autoren, gelesen von 14 Rezensenten, meist mit Begeisterung, seltener mit Durchhaltewillen, rezensiert mit Lob und auch mit Tadel. Dies alles in der vierten Folge der Schweizer Literatur in Kurzkritik. Fortsetzung folgt.

Martin Disler – Höhlenbilder für die Gegenwart

Ein vom malträtierten Körper gerissener, blutender Kopf, ein dreibrüstiger weiblicher Torso, eine monumentale Vase, ein Boot, sexualisierte Männchen, ein Skelett, ein Pferd und anderes Getier, ein sinkendes Schiff, eine feuerrote Sonne, ein stürzendes Haus und Gewehre bevölkern in einem albtraumhaften Taumel das vermutlich längste Leinwandgemälde der Schweizer Kunstgeschichte. Die Dispersionsmalerei

Was heisst denn hier Freiheit?

Michael Hagner zitiert Foucault: Die moderne Regierungskunst stellt sich als Manager der Freiheit dar – nicht mit dem Imperativ „Sei frei", sondern mit dem Versprechen: „Ich werde dir die Möglichkeit zur Freiheit bereitstellen und so einrichten, dass du frei bist, frei zu sein."

Vorschau

Vorschau

Die nächste Ausgabe Das Dossier des nächsten Heftes trägt den Titel «Jenseits von Liberalismus light». Gast in der Galerie ist Andreas Kaiser.

Flaneur in der Buchstabenwelt

Germanisten sind Arschlöcher – soll er gesagt haben. Nun, womöglich ist diese Behauptung in ihrer apodiktischen Kürze ein bisschen zu allgemein formuliert. Vielleicht hätte ihr eine kleine Einschränkung wie «manche» oder «die meisten» gut getan. Und ein bisschen gemein ist sie auch. Aber sei’s drum. Jede Wahrheit braucht einen Mutigen,

Groschenroman in Überlänge

Lebenslange Lesegewohnheiten dringend ablegen! Das ist meine persönliche Lesefrucht aus André Winters grossangekündigtem Familien- und Jahrhundertroman «Die Hansens», der im August – durchaus ansprechend ausgestattet – im Bilgerverlag erschienen ist. Zunächst beginnt alles ganz gut; das Innenleben eines fiebernden Kindes ist die Anfangssichtweise, die durchaus mitreisst. In den Blicken des Jungen durch

Mindestens 777 mal zuviel

Vor sechs Jahren, so ist der Damenzeitschrift «Amica» zu entnehmen, bemächtigte sich die Langeweile des erfolgreichen Managers Rolf Dobelli. Also begann er zu schreiben und hat seitdem nicht mehr aufgehört. Nach drei Romanen liegen nun zwei Bände mit jeweils 777, mehr oder weniger einleuchtenden, Gedankensplittern vor. «Wer bin ich?» – so

Einkaufen, Wolf anrufen

Marie streift unstet durchs Unterholz der Grossstadt und kann nicht ruhen. Doch im Unterschied zu ihrer Namensverwandten bei Georg Büchner, die es nicht länger aushält, kommt sie mit dem Leben durchaus zurecht, auch wenn sie dafür eine Unzahl täglich neu erstellter Listen und Aufzählungen benötigt. Kaffee kaufen steht zuoberst, und