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Anspruch und Wirklichkeit: Menschenrechte in Zeiten der Krise

Anspruch und Wirklichkeit: Menschenrechte in Zeiten der Krise

Der Mensch ist Träger elementarer Rechte, die er sich über die letzten Jahrhunderte erkämpft und institutionell abgesichert hat – mit Erfolg. Aus der Einsicht, dass die Würde des Menschen eines besonderen Schutzes bedarf, entstand ein Netz von Institutionen und Gerichten. Diese haben Menschenrechten mittlerweile zum Status eines globalen Megathemas verholfen. Gleichzeitig

So war es nicht gemeint

So war es nicht gemeint

Zunehmend werden die in der Verfassung verankerten Menschenrechte herangezogen, um den Ausbau der staatlichen Fürsorge zu begründen. Vergessen geht dabei, dass Menschenrechte in ihrem ursprünglichen Sinn Abwehr- und nicht Anspruchsrechte sind.

Weil wir Menschen sind

Es ist gelungen, Menschenrechte zu standardisieren und ansatzweise zu institutionalisieren. Doch scheint die Entwicklung an Schwung verloren zu haben. Einige Gedanken zur Kraft der elementaren Idee, zu «humanitären Interventionen» und zur Gefahr entfremdender Bürokratisierung.

Gespannte Lage

Demokratie und Freiheitsrechte gelten als Zwillingspaar. Sie ergänzen sich gut. Doch stehen politische und private Entscheidung, Mehrheitsbeschluss und Schutz des Individuums zugleich in einem Spannungsverhältnis. Wie lässt sich die Spannung auflösen?

Kamin

Kamin, -e, m oder s (schweizerisch), helvetisiert Cheminée [min]. Dem Deutschen unnötigerweise aufgedrängter Latinismus resp. Franzismus, der das gotischstämmige Wort Esse hat vergessen lassen und als zweitsilbenbetonter Fremdling seit Simplicissimus’ Zeiten neben Kakadus (›Haubenpapageien) und Kanapees (›Lotterbetten) vom Komfort camoufliert klandestin in unserer Sprachlandschaft kampiert. K.e dienen heiligen Nikoläusen

Ausverkauf der Philosophen

Tag: 6 ZEIT: kurz vor St. Nimmerlein, also frühestens am Ende unseres Jahrhunderts ORT: im unplatonischen Ideenhimmel des Verfassers, wo Gott und sein Sohn ihren philosophischen Kramladen entrümpeln JESUS: Vater mein, wo bleiben denn die Sprachanalytiker? Du weisst schon: Frege, Moore, Russell, Ryle… GOTT: Sie haben meiner Sache zwar nicht

Editorial

Der langjährige «Monat»-Autor Lars P. Feld wurde letztes Jahr zu einem der fünf deutschen Wirtschaftsweisen ernannt. Das Gremium berät die Regierung unter Angela Merkel in Fragen der «gesamtwirtschaftlichen Entwicklung». Feld leitet das Walter-Eucken-Institut in Freiburg im Breisgau und ist einer der profiliertesten deutschen Ökonomen in der Tradition

Editorial

Als Peter Sloterdijk mitten in der Staatsschuldenkrise schrieb, wir würden angesichts von Staatsquoten um 50 Prozent im «Semisozialismus» leben und das «fiskalische Mittelalter» sei noch nicht zu Ende, brauste ihm ein Sturm der Entrüstung entgegen. Die Provokation, zumal anschaulich und fundiert vorgetragen, hatte gesessen, gerade bei den modernen Anhängern der

Strategierat 21: Vorschläge und Vorgehen

Die Idee eines zivilen Strategierats für die Schweiz ist in Jobst Wagner lange gereift. Seine Vorschläge hat der Berner Unternehmer in der letzten Ausgabe dieses Magazins präsentiert. Letztlich geht es um die Beantwortung zweier simpler Fragen: Was ist die Schweiz heute? Und was will und könnte sie morgen sein? Wagner