www.window-swap.com ist ein kleines kollaboratives Projekt, wie es das Internet in den Anfangszeiten seiner Massenadaption in den 2000er-Jahren oft hervorbrachte – damals, so verklärt man es rückblickend, noch ein Ort der Kreativität und nicht des täglichen Zanks. Die Idee ist simpel: Man geht davon aus, dass es auf der Welt viele Fenster gibt mit einer schönen Aussicht und dass die Leute, die aus diesen Fenstern blicken, bereit sind, diese Aussicht zu teilen. Also machen sie ein kleines Filmchen, laden es hoch, versehen es mit Name und Ort – und schon ist die Sache fertig. Man kann sich nur noch zurücklehnen und Aussichten geniessen: Grossstadtflair in Daegu, Südkorea, Meerblick in New Smyrna, Florida, und Regenwetter im britischen Birmingham. Ein kleiner Trost immerhin, wenn man denn schon kaum reisen kann. (rg)
Fenster zur Welt
Wer nicht reisen kann, schaut aus dem Fenster – Internet sei Dank irgendwo in der Welt.
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Aktuelles
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Noch nie war es so billig, Spuren im Archiv der Menschheit zu hinterlassen. Doch wer wirklich gesehen wird, entscheiden undurchsichtige Algorithmen. Die Demokratisierung der Aufzeichnung mündet in eine neue Aristokratie der Aufmerksamkeit.
Die Hanse starb an ihrem Erfolg
Jahrhundertelang integrierte die Hanse Märkte, schuf Recht und führte sogar Krieg – ohne zentralen Staat. Doch ihre Lösungen wurden immer mehr zu Privilegien, die zu Verkrustung führten.
Der Staat in den Fängen der Interessenpolitik
Das Wachstum des Staats ist ein Wohlstandsphänomen, sagt der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann. Die derzeitige Schuldenwirtschaft vieler Länder ist aber nicht nachhaltig.
Mehr Demokratie, weniger Staat
Je weniger die Bürger mitreden können, desto mehr Regulierung gibt es, sagt der Ökonom Mark Schelker. Regulierungsbremsen helfen dagegen wenig – es braucht ein anderes Gleichgewicht.