Die schönste Erinnerung, die ein alter Mann mit sich herumtragen kann, ist die eines schönen Mädchens, welches man in jungen Jahren geliebt hat, laut Hansjörg Schneider. Der Autor der berühmten Hunkeler-Krimis gibt in seinem neusten Roman «Spatzen am Brunnen» erstmals einen Einblick in sein Leben, welches er als ein unlösbares Rätsel empfindet. Detailliert und unverblümt erzählt er von seinem Dasein und gibt dem Leser sogar sein liebstes Suppenrezept mit. Für Schneider ist das Schreiben eine Lebensnotwendigkeit, damit er mit seinen 85 Jahren nicht wahnsinnig wird. Doch auch er bemerkt, dass sein Tagebuch mehr einem Sterbeprotokoll seiner Freunde ähnelt, was neben den humorvollen Erzählungen auch die dunkeln Seiten des Alterns zeigt. (ss)
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