Dass Bari Weiss vergangenes Jahr aus der Redaktion der «New York Times» hinausgeekelt wurde, ist ein Armutszeugnis für die Zeitung und ein Verlust für ihre Leser. Für alle anderen ist es ein Segen. Denn seither hat die hartnäckige amerikanische Journalistin einen höchst hörenswerten Podcast lanciert. Unter dem Titel «Honestly» diskutiert sie jede Woche mit einer Persönlichkeit, die etwas zu sagen hat. Jüngst liess sie sich etwa von der Pornodarstellerin Aella erklären, warum Amerikaner immer weniger Sex haben, sprach mit dem Kolumnisten Josh Rogin über den beunruhigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf unsere Lebensweise und befragte den Historiker Niall Ferguson zur kulturellen Krise der USA. Dass sie dafür in der Blase der Woke-Aktivisten Beleidigungen erntet, darf als Kompliment gewertet werden. (lz)
Besser als «New York Times»
Die unbequeme Journalistin Bari Weiss ist nicht nur lesens-, sondern auch hörenswert.
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