An den kürzlich verstorbenen Filmemacher Jean-Luc Godard (1930-2022) zu erinnern, heisst, sich einige seiner antisemitischen Aktionen zu vergegenwärtigen, die das heutige kulturbetriebliche Bedürfnis der Israelfeindschaft sehr früh vorweggenommen und ungeniert ausgelebt haben. Unvergesslich ist etwa, wie der Regisseur 1969 einem ZDF-Reporter einen zum Hakenkreuz stilisierten Davidstern in die Kamera hielt, unter dem das Wort «NAZISRAEL» platziert war, um mit den antizionistischen Kampf zu befeuern. Zum Glück war da Jean Seberg, die sich einige Jahre zuvor in Godards Spielfilm «À Bout de Souffle» an der Seite von Jean-Paul Belmondo selbst zur Legende gemacht hat und wegen der allein es sich lohnt, jenen Klassiker wieder und wieder zu sehen. (vsv)
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