Kommentar
Rumantsch grischun – Brückensprache im Land der 150 Täler
Im Kanton Graubünden gilt ab Januar 2005 eine neue Regelung: Rätoromanische Lehrmittel werden nur noch in der standardisierten, als Rumantsch grischun bezeichneten Kunstsprache herausgegeben. Die Folgen der Neuerung sind ungewiss.
Leserzuschrift zum Dossier «Stiftungen», Ausgabe 02/2005
In der Gastkolumne des Dossiers «Stif-tungen» zählt Peter Forstmoser einige Probleme des Stiftungswesens auf und schreibt: «Wie wäre es, eine Art Börse – oder mehrere Börsen – für Stiftungsideen einzurichten, Marktplätze, an denen Opportunitäten für gemeinnützige Zu-wendungen angeboten werden?» Eine solche «Börse» gibt es seit drei Jahren in der Form
Mathematikmanie: Ursache oder Erscheinungsform der Krise?
In seinem Artikel «Mathematikmanie und die Krise der Ökonomie» behauptet Viktor Vanberg, dass sich die traditionelle Ökonomie in einer Krise befinde. Er führt dies auf den «ungebrochenen Trend zur Formalisierung» zurück, gegen den es «eigentlich schon immer ein Unbehagen gab». So sehr ich Vanbergs Beurteilung der Lage der traditionellen Ökonomie
Kritische Fragen zum «Bologna-Modell»
Das Editorial und verschiedene Autoren des «Dossiers» äussern zwar Zweifel an den «im stillen Kämmerchen» beschlossenen Neuerungen. Über Sinn und Ziel dieser ohne Mitwirkung der Betroffenen und Beteiligten beschlossenen Umkrempelung besteht auch nach der Lektüre des Dossiers wenig Klarheit, trotz vieler guter Gedanken, die es enthält. Dass zahlreiche Hochschulen aus
Was tatsächlich in der Klimabroschüre steht
Leserbrief zur Besprechung der vom BMBF herausgegebenen Broschüre «Herausforderung Klimawandel» durch Edgar Gärtner, Ausgabe 2/3, 2004
Komplexe Phänomene sind nicht zu steuern
Die Rechtschreibreform hat auch nach sieben Jahren noch keine allgemeine Akzeptanz bei ihren Nutzern gefunden. Seit ihrer Einführung finden laufend kleine Reförmchen in Form von Änderungen und «Verbesserungen» statt. Anpassungen der Rechtschreibung sind an sich nichts Neues; es gab sie in den Jahren vor der bürokratischen Rechtschreibreform ständig. Der Duden
Die Folgen für die Praxis sind verheerend
Im Dossier «Fehlkonzept Rechtschreibreform» —wurde – in dieser Gründlichkeit hierzulande zum ersten Mal – aufgezeigt, welches Unheil die mit allerlei Winkelzügen ewigmorgiger Reformer durchgesetzte Reform angerichtet hat. Die im Druck- und Verlagswesen Tätigen – also die Hauptbetroffenen – wurden bei der Erarbeitung der Reform geflissentlich ferngehalten und alle ihre Warnungen in den Wind geschlagen.
Benachteiligung rechtschreibschwacher Schüler
Die Repolitisierung der Debatte, wie sie Heide -Kuhl-mann in ihrem Artikel in der Novemberausgabe der «Schweizer Monatshefte» beschreibt, ist paradoxerweise notwendig, damit die verantwortlichen Politiker dieses Sachthema überhaupt wieder einer sachlichen (im Gegensatz zu: politischen) Betrachtung unterziehen. Hilfreich sollte dabei das Argument sein, daß die ideologisch motivierten Ziele der
Wo bleibt die Fähigkeit, Fehler zu berichtigen?
Erfreulich und beruhigend ist es, daß die Verursacher und Betreiber des Dauerskandals «Rechtschreibreform» die kritische Öffentlichkeit noch nicht völlig kaltgestellt haben und daß sie immer wieder ihr Vergehen gegen Sprachkultur und Leser vorgehalten bekommen. Indes selbst aus so etwas Mißglücktem wie der «Rechtschreibreform» kann man zumindest Erkenntnisgewinn ziehen. Erstens ist
Konstanten der Schweizer Politik?
Ein Heft über die Zukunft der Demokratie, das mit Denkverboten von Franz Muheim eingeleitet wird! Wenn es nicht zum Weinen wäre, könnte man darüber sogar lachen. Denn wie könnte man das neue helvetische Malaise trefflicher karikieren? Bei näherem Hinsehen erweisen sich nämlich die angeblichen Konstanten der Schweizer Politik als nostalgische