Auf die Gemeindefinanzen kommen ungemütliche Zeiten zu
Die Gemeinde ist die Staatsebene, wo der Bürger am direktesten Einfluss auf die Finanzen nehmen kann. Mit den steigenden Zinsen wird das Schuldenmanagement wieder wichtiger.
Die Rückkehr der Inflation hat dazu geführt, dass sich der Zauber einer maximal expansiven Geldpolitik auch in der Schweiz verflüchtigt hat. Dafür wird der Blick auf die Herausforderungen für die öffentlichen Finanzen klarer: Die Mittelbeschaffung für die Gemeinden und den Bund verteuert sich, der Finanzausgleich zwischen den Kantonen ist reformbedürftig.
Die Gemeinde ist die Staatsebene, wo der Bürger am direktesten Einfluss auf die Finanzen nehmen kann. Mit den steigenden Zinsen wird das Schuldenmanagement wieder wichtiger.
Der NFA verteilt zwar immer mehr Geld von reichen zu armen Kantonen. Doch er schwächt auch die Anreize, die Standortattraktivität aus eigener Kraft zu verbessern. Es braucht eine Reform.
Das Ende der Negativzinsperiode erschwert die Liquiditätsplanung des Bundes. Was seit der Einführung der Schuldenbremse eingespart wurde, ist in der Coronakrise wieder ausgegeben worden.
In der Fiskal- und Geldpolitik wird der Spielraum immer enger. Es droht ein unsanftes Erwachen.