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Essay

Zürich, Spiegelgasse 12

Als Georg Büchner 1837 in Zürich nur 23jährig starb, fanden sich in seinem Nachlass drei unpublizierte Werke: ein abgeschlossenes Manuskript von «Leonce und Lena» sowie Bruchstücke von «Lenz» und die «Woyzeck»-Entwürfe, geschrieben in bis heute nicht an allen Stellen entzifferter Handschrift auf…

Psychotherapie heute: Überwindung der Dogmen

«Psychotherapie heute: Überwindung der Dogmen». Mit diesem Beitrag endet unser Fokus 2007 «Zürich, Stadt der Seelenkunde», der von unserer freien Mitarbeiterin Barbara Handwerker Küchenhoff betreut wurde. Seit der Januarausgabe haben Theoretiker wie auch Praktiker die vielfältigen Entwicklungen vorgestellt, die Sigmund Freuds Psychoanalyse in Zürich von Anfang des vergangenen Jahrhunderts bis

«Schöpferischen Zerstörung»

Joseph A. Schumpeter war ein bedeutender Ökonom des 20. Jahrhunderts. Seine Erfahrungen als Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler flossen in brillante Analysen ein, die liberale, konservative und interventionistische Perspektiven verband.

Wanderer in lesbaren Welten

Goethe, Leigh Fermor und Kerkeling – gemeinsam ist ihnen, dass sie wanderten und darüber schrieben. Wer selbst im Sessel sitzen bleiben mag, dem sei hier empfohlen: Lesen!

Was ist der Westen?

Philippe Nemo, Professor an der Ecole Supérieure de Commerce de Paris, zeigt in seinem neuesten Buch, dass der Westen trotz seiner Vielfalt durch die Geschichte zu einer kulturellen Einheit wurde: die abendländische Zivilisation.

auf der suche nach europa

wir sind barbaren? also gut. wir werden euch zeigen, was das ist – barbaren. und unsere unbarmherzige, schreckliche antwort – wird allein menschenwürdig sein. alexander block erinnerst du dich, europa, an unsere ersten berührungen? ich war vielleicht vierzehn oder fünfzehn jahre alt, ein halbwüchsiger, der mit einer unausgegorenen wut auf die diktatur

Wilhelm Röpke – Freiheit in Vielfalt

Im Herbst 1945, als Europa noch in den Trümmern des 2. Weltkriegs lag, trafen sich zwei der grossen liberalen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, Wilhelm Röpke und Friedrich August von Hayek in Zürich. Beide hatten sich über ihre professorale Tätigkeit hinaus den Status einflussreicher politischer Publizisten und erfolgreicher Autoren erworben. Röpkes

Doktor Gräfin Hugonnai – erste Aerztin Ungarns

Auf der Suche nach Persönlichkeiten ungarischer Provenienz stösst man mit Leichtigkeit auf eine ganze Reihe von Namen, die auch ausserhalb des Landes bekannt geworden sind, vom Staatsgründer König István über Politiker wie István Széchenyi oder Ferenc Deák, Komponisten wie Béla Bartók oder Ferenc Liszt bis hin zum Maler Mihály Munkácsy.

Ludwig Erhard – Staatsmann und klassisch-liberaler Denker

Ludwig Erhard gehört zum kleinen Kreis jener klassisch liberalen Denker, die nach dem Zweiten Weltkrieg einflussreiche Stellungen in westeuropäischen Volkswirtschaften innehatten. Wenn der Übergang von zentral verwalteter Planwirtschaft zu den Regeln und Mechanismen des Marktes damals manchem Nationalstaat gelang, wenn es im Zuge dieser Transformation auch zu einer bemerkenswerten Wiederbelebung

Die Schweizer – ein Volk von Zugezogenen

Wenn in Schillers «Tell» geschrieben steht, dass die Schweizer nicht immer schon ansässig, sondern Nachkommen armer Einwanderer waren, dann böte sich hier die konstruktive Grundlage einer Fortentwicklung urschweizerischer Identität.

Alexis de Tocqueville – Freiheit und Melancholie

Tocqueville im Kontext der politischen Ideengeschichte einzuordnen, ist kein leichtes Unterfangen. Dass er politischer Denker sei, steht zwar ausser Frage; in der Sekundärliteratur wird er mitunter gar zum Begründer der modernen Politikwissenschaft gemacht. Von seinen zwei bekannten Schriften gilt eine der gesellschaftlichen und politischen Verfassung der Vereinigten Staaten, die andere

Die Welt ist keine Maschine

Die radikale Kritik an der Planbarkeit der Zukunft ist ein Kernstück der Sozial-philosophie von F.A. von Hayek. Sie wurde schon während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals publiziert, fand aber erst viel später Beachtung.