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Dossier

(3) Folgen von Migration: Europäische Wege

Eindeutige Lösungen lassen sich nur finden, wenn ein klar definiertes Problem vorliegt. Gerade im Bereich der Migration aber gibt es sowohl bei der Beurteilung der Ausgangslage als auch bei der Abwägung von Handlungsoptionen eine «multikulturelle Vielfalt».

(4) Individualismus und kollektive Bedürfnisse

Ob die fortschreitende Ökonomisierung des Lebens mit Notwendigkeit auf Kosten des Gemeinwohls gehen müsse, bleibt umstritten. Sicher ist, dass auch moderne, arbeitsteilige Dienstleistungsgesellschaften auf sympathiefähige und kooperationsbereite Menschen angewiesen sind.

(5) Islam und europäische Identität

Das gleichzeitige Auftreten eines islamistischen Terrorismus und von Einwanderungsströmen aus dem islamischen Raum hat in Europa auch in gesellschaftlichen Grundfragen eine tiefgreifende Verunsicherung mit sich gebracht.

(6) Dialog der Kulturen heute

Die Verteidigung von Identität stiftenden Partikularismen einerseits und die fortgesetzte Suche nach neuen kulturellen Horizonten anderseits müssen sich als Tendenzen keineswegs widersprechen; es gibt auch das natürliche Nebeneinander.

(8) Objectivité des valeurs et pluralisme culturel en

Jean Baechler nutzt Philosophie, Soziologie und Geschichte, um zu klären, wie Menschen verschiedener Kulturen zusammenleben und welche Unterschiede tolerierbar sind. Sein theoretisches Konzept überzeugt, doch die praktische Umsetzung stösst heute noch an Grenzen.

(9) Human Rights Are Indivisible

Zu den Bedrohungen westlicher Werte gehört auch jene Spielart des kulturellen Relativismus, die unter Berufung auf autochthone Traditionen und Konventionen die Universalität von Menschenrechten negiert.

(10) Gefährdet der Islam europäische Werte?

Wenn die Demographen richtig prognostizieren, wird der Anteil der islamischen an der europäischen Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten rasant wachsen. Ob es gelingt, den Islam mit der europäischen Moderne zu vereinbaren, wird schon allein daher zu einer eigentlichen Schicksalsfrage.

(0) Die Angst der Deutschen vor dem Aufbruch

In Peter Handkes Erzählung «Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter» steht der Schlüsselsatz «Alles, was er sah, störte ihn; er versuchte, möglichst wenig wahrzunehmen.» Die Beiträge zum Thema «Die Angst der Deutschen vor dem Aufbruch» halten sich an den ersten Teil der Aussage, versuchen aber bei der Wahrnehmung die

(3) Den Arbeitsmarkt endlich entfesseln

Eine zukunftweisende Arbeitsmarktpolitik muss dafür sorgen, dass die Arbeit durch individuelle Verträge und der Lohn nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage vereinbart werden und die Sozialpolitik vom Arbeitsverhältnis abgekoppelt wird.

(4) Föderalismus als Hindernis

Deutschlands Erfahrungen mit dem Föderalismus unterscheiden sich deutlich von jenen der Schweiz. Ein wichtiger Grund dafür liegt in der konkreten institutionellen Ausgestaltung, aber auch in der Einbettung im Ganzen des politischen Systems.

(6) Die deutsche Seele und die Ökonomie

Deutsche Wähler setzten auf Kontinuität, obwohl «Weiter so» selbstzerstörerisch wirkt. Drei Gründe erklären dies: Deutschlands fehlende Tradition einer echten Freiheitspartei, die starke Sozialstaattradition und die demografischen Verhältnisse.