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Dossier

(8) Sonderfall London

Die Stadtregion London versucht kommunale Demokratie mit den Erfordernissen des Managements einer global vernetzten Metropole zu verbinden. Die gegenwärtige Lösung vermag nicht zu befriedigen.

(9) Frieden durch Freihandel

Demokratie, wirtschaftliche Verflechtung und die Abwesenheit einer dominierenden Grossmacht haben Europa mehr befriedet als politische Integration. Die Schweiz zeigt, dass enge wirtschaftliche Verflechtung mit europäischen Nachbarländern auch ohne EU-Mitgliedschaft möglich ist.

(0) Kulturförderung

Ovid hat jenes goldene Zeitalter besungen, in dem die Menschen spontan und ohne Gesetze Treu und Redlichkeit übten und in dem «bewirtschaften» und «kultivieren» noch mit demselben Wort «colere» bezeichnet werden konnten, von dem auch «cultura» abgeleitet ist. Heute erscheinen Wirtschaft und Kultur im öffentlichen Bewusstsein oft sogar als Gegensätze,

(3) Mehr Kultur, weniger Staat

Die Wirtschaft ist Bestandteil der Kultur. Es geht bei der privaten Kulturförderung nicht um die Verwirtschaftlichung der Kultur, sondern um die Kultivierung der Wirtschaft und um einen Schutz der Kultur vor der Verpolitisierung und vor der Abhängigkeit von Staatsfinanzen.

(4) Kunstförderung im Uebergang zur Moderne

Der wohlhabende Kunstförderer in der Antike, aristokratisches, bürgerliches und schliesslich unternehmensgetragenes Mäzenatentum – am Verhältnis zwischen Förderer und Kunstschaffendem lässt sich anschaulich der Wandel der sozialen Beziehungen im Lauf der Jahrtausende aufzeigen.

(6) Produktionssystem Kulturwirtschaft

Die Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor geworden, und die Kulturwirtschaft gilt in vielen Regionen als Hoffnungsträgerin für die Beschäftigungsentwicklung. Ein Bericht über die Situation in Zürich.

(0) Inspiring Europe

Europa inspirieren oder Inspirierendes Europa? Die St. Galler Stiftung für Internationale Studien (isc) hat mit Vorbedacht für ihr nächstes Symposium an der Universität St. Gallen einen doppelsinnigen Titel gewählt. Europa kann in der heutigen Welt keinen Führungsanspruch mehr stellen, aber europäische Werte haben keineswegs abgedankt. Vom 18. bis 20. Mai

(1) Europa global

Wer die Rolle Europas in der heutigen Welt diskutiert, muss sich fragen, wie Europa es mit der Globalisierung hält – oder besser: in welchem Verhältnis die Europa- und Globalisierungsdiskurse stehen und was wir lernen können, wenn wir beide vergleichen.

(2) Welche Selbstwahrnehmung für Europa?

Der Abbau innereuropäischer Grenzen wird problematisch, wenn er mit stärkerer Betonung der Aussengrenzen verbunden ist. Der europäische Nationalismus basierte auf rassischer und kultureller Abgrenzung zu Kolonien; heute leben ausgrenzende Haltungen in neuen Formen auf.