zum Inhalt

Dossier

(7) Vertrauen ist das höchste Kapital

Ohne Vertrauen kein Erfolg. Das gilt vor allem für die sich zunehmend weltweit vernetzende Wirtschaft. Doch die Kooperation zwischen unbekannten Menschen schafft auch neue Unsicherheiten. An-merkungen zur Genese einer zwischenmenschlichen Ressource unter den Bedingungen eines globalen Wettbewerbs.

(0) Auftakt

Förderung von Exzellenz, Stärkung der Autonomie, Festigung der Freiheit des Denkens, Wettbewerb von Studenten und Dozenten – das sind die Ingredienzien einer erfolgreichen Universität.

(1) Wille zur Exzellenz

Hans Weder, Rektor der Universität Zürich, fordert mehr Autonomie für Universitäten und weniger Bescheidenheit: Um international konkurrenzfähig zu sein, braucht es Höchstleistungen. Jeder soll studieren können, aber nicht automatisch für jedes Masterstudium zugelassen werden.

(2) Von der Schwierigkeit, ein Leuchtturm zu sein

Die Gründer der Universität Zürich waren von der Vision der Volksbildung beseelt. Wie bewältigt die Universität heute den Spagat zwischen kantonaler Hochschule mit Bildungsauftrag und Ausbildungsstätte in der globalisierten Wissensgesellschaft? Eine Zwischenbilanz.

(3) Diät macht fett

Die Universität ist zwar unabhängiger als früher, doch scheint die neue Unabhängigkeit sie nicht von der Bürokratie befreit zu haben. Es wird fleissig evaluiert, kalkuliert und kommuniziert. Allein wozu? Der satirische Bericht eines Dozenten.

(4) Liberaler Kraftakt

Dem Fortschrittsglauben der liberalen Kräfte in den 1830er Jahren war nichts heilig – alles schien möglich. Aus diesem Geiste wurde 1833 die Universität Zürich geboren. Die Siege und Niederlagen in den Anfängen der Universität setzen sich bis in die Gegenwart fort.

(5) Wenn sich die Grenzen verschieben

Die Biologie ist zur Leitwissenschaft des 21. Jahr-hunderts avanciert. Damit einher geht ein Wandel im Verständnis der universitären Disziplinen: Natur- und Geisteswissenschaften bilden in den Biowissenschaften keinen Gegensatz mehr. Ein Rückblick – und ein Ausblick ins Ungewisse.

(7) Regeneration durch Wettbewerb

Eine sich wandelnde Gesellschaft braucht Experimente im Spannungsfeld von Wissensvermittlung, Persönlichkeitsbildung und Forschung. Wenn es, wie 1833 in Zürich, zu Neugründungen kommt, regeneriert das ganze Hochschulwesen.

(8) Optimiere dich!

Der moderne Student sieht sich als Unternehmer seiner selbst. Wer jedoch alles dem Nutzenkalkül unterordnet, verfehlt paradoxerweise diesen Nutzen. Ein Gedankenaustausch mit Ulrich Bröckling über das heutige Studentendasein und die Universität als Raum des Andersseins.

(0) Auftakt

Kaffee – aber bitte ohne Koffein! Coca Cola – aber bitte ohne Kalorien! Liberalismus – gerne, aber bitte in leichtverdaulicher Form, sozusagen mit einer erträglichen Dosis Freiheit: Liberalismus light… In unserer virtuellen Welt, deren Begriffe alles und folglich auch das Gegenteil von allem bedeuten, sind alle irgendwie liberal. Das Spektrum reicht von «klassisch

(3) Die grosse Zumutung

Freiheit ist nicht gegeben, sondern aufgegeben. Eine kritische Würdigung von Nutzen und Vorteil des negativen Freiheitsbegriffs für das moderne Leben.

(4) Gute Anreize

Soll die Wirtschaft durch staatliche Interventionen oder durch das Prinzip des Wettbewerbs geleitet werden? Das ist nur vordergründig eine ideologische Frage. Überlegungen eines früheren Sozialdemokraten.