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Dossier

(2) So nah und doch so fern

Die Schweiz und Deutschland geben ein ziemlich ungleiches Paar ab. So ähnlich die beiden Bundesstaaten auf den ersten Blick erscheinen, so unterschiedlich ist ihr Verständnis von Staat, Konkurrenz und Föderalismus. Das Konfliktpotential ist gross. Dennoch hat die Beziehung Zukunft.

(3) Vom Schwarm und Schwärmen

Es gibt beides: die geträumte und die wirkliche Schweiz. Der Unterschied ist kleiner, als viele glauben. Warum deutsche Unternehmer ihr Glück in der Schweiz versuchen.

(4) Wehret den Schweizern!

Deutsche Schriftsteller und Intellektuelle begegnen dem Schweizertum mit grosser Skepsis. Schweizer Gelehrte in Deutschland müssen deshalb oft die Rolle des putzig-polyglotten Eingeborenen aus einem helvetischen Kulturreservat annehmen.

(5) Die Mär vom Steuerstreit

Die Schweiz gilt bei vielen Politikern und Bürgern unseres nördlichen Nachbarn als «Steueroase»: schlaue Gesetze sollen für den Zufluss ausländischer Gesellschaften sorgen und unverdienten Profit garantieren. So will es die Legende. Warum die deutsche Kritik am helvetischen Steuersystem haltlos ist.

(6) Deeskalierend höflich

Die Deutschen mögen uns. Sie finden uns freundlich, was wir aber faktisch weder sind noch sein wollen. Wir bemühen uns bloss, höflich zu sein. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

(7) Die Deutschenverschrecker

Kein Schweizer Film lockte jemals so viele Menschen in die Kinos wie die «Die Schweizermacher». Wie ein Film ein Vierteljahrhundert lang dafür sorgte, dass Deutsche nicht in die Schweiz einwanderten.

(0) Auftakt

Ursprünglich als erste Hilfe für Industriearbeiter gedacht, die bei ihrer Arbeit einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt waren, sprangen die Sozialversicherungen dann ein, wenn ein Arbeiter, etwa infolge eines Unfalls, nicht mehr selbst für seine Existenz und die seiner Familie aufkommen konnte. Inzwischen ist die industrielle «erste Moderne» von der «zweiten Moderne»

(2) Immer diese Vorurteile!

Wer seine Stelle verliert, muss nicht arbeitslos werden. Swiss Life in Zürich unterstützt freigestellte Mitarbeiter bei der Wiedereingliederung. Die Stiftung für Arbeit in St. Gallen führt Langzeitarbeitslose zurück in reguläre Arbeit. Ein Gespräch mit den Verantwortlichen.

(5) Die bürgerlichen Wurzeln des Sozialstaats

Der Schweizer Sozialstaat kann mit den Arbeitsmarktveränderungen nicht Schritt halten. Das vor 100 Jahren etablierte und bis zu den 50er Jahren verwirklichte System ist heute ineffizient. Das problematische Verhältnis zwischen Arbeitsmarkt und Existenzsicherung folgt aus historischen Eigenheiten.

(6) Fehlanreize, auch in Deutschland

Zwischen 2003 und 2005 führte Deutschland das Hartz-Konzept ein und wollte die Arbeitslosigkeit in vier Jahren halbieren. Dieses Ziel scheint unerreichbar. Der Text diskutiert Fehlanreize des Konzepts und Mängel von Alternativen wie Mindestlohn und Bürgergeld.

(7) Die Lösung: kein andrer Mensch

Gewinn, Aufstieg, Wohlergehen, finanziell wie ideell: der Mensch sucht seine Vorteile. Er selbst lässt sich nicht ändern, wohl aber die politischen Rahmenbedingungen. Die Sozialsysteme müssen Anreize setzen, die Arbeits- und Leistungsbereitschaft nicht unterbinden, sondern fördern.

(0) Auftakt

«Herkunft aber bleibt stets Zukunft» – so Martin Heidegger. Doch genügt der Stolz auf die Herkunft, um stets auch Zukunft zu haben? Die beiden Appenzell, Innerhoden und Ausserrhoden, sind – jedes in seiner Weise – traditionsbewusst. Heimat wird in beiden Gemeinschaften nicht «im Blick zurück» erlebt, sondern im behutsamen Umgang mit dem Neuen.

(1) Konkurrenz und Kooperation

Sie sind jeder mehr als halb und doch nicht ganz: Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Wenn sich zwei Schwesterkantone zu ähnlich sehen, versuchen beide, anders zu sein als der andere. Das gelingt ihnen nicht immer. Zum Glück.