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Dossier

(1) Die Superbürokratie

Sie kann schalten und walten, wie sie will. Sie ist Exekutive, Legislative und Judikative in Personalunion. Es fehlt ihr bloss die demokratische Legitimierung.

(2) Unser aller Erbe

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht Europa vor einer entscheidenden Frage: Will es ein freier Kontinent sein oder ein neues paneuropäisches Imperium?

(0) Auftakt

Ein ruhiges Zimmer, gar ein schalldichtes Zimmer, ersehnte sich Virginia Woolf. Keine Blicke von Dritten, die den Tod der Möglichkeiten bedeuten; keine Erwartungen, die uns in Rollen zwängen; kein Netzwerk, das uns als Knoten einbindet. In den eigenen vier Wänden sind wir befreit von den Zumutungen der Öffentlichkeit. Wenn wir

(1) Im eigenen Zimmer mit sich allein

Wir brauchen die privaten Räume, um allein und unbeobachtet zu sein. Hier können wir die Waffen fallen lassen, hier können wir frei sein, hier können wir uns selbst finden und erfinden. Fehlt die Privatheit, geht auch die Autonomie verloren.

(2) Eine Tür mit Schloss

Die Welt muss draussen bleiben. Wer kreativ sein will, muss den Schlüssel umdrehen und sich in die Einsamkeit seiner privaten Räume zurückziehen können. «A Room of One’s Own» – er ist noch immer nicht leicht durchzusetzen. Vor allem für Frauen.

(3) Das Persönliche ist auch das Politische

«Das Private ist politisch», forderte die Frauenbe- wegung. Hannah Arendt dagegen wollte das Private vor dem Politischen und das Politische vor dem Privaten schützen. Haben Diskussionen über Empfängnisverhütung und Abtreibung in der Politik etwas zu suchen?

(4) Ein Spitzenhemd für ein Dadareich

Ob zum Geldverdienen oder zum Zeitvertreib, Generationen von Frauen klöppelten in ihren privaten Räumen Spitzen. Doch die Spitze bleibt nicht zu Haus: wie die Künstlerin Hannah Höch sie in den Kosmos des Dada einführte.

(0) Auftakt

Man stelle sich vor, die deutsche Elf hätte die Fussball-EM in der Schweiz gewonnen! Die Zeitungen nördlich und südlich des Rheins wären voll gewesen von bösen Anekdoten über Mentalitätsunterschiede, die sich die 200’000 in der Schweiz lebenden Deutschen über die Schweizer und die 70’000 in Deutschland lebenden

(1) «Hallo, hier sind wir!»

Die Schweiz leidet unter Deutschlands politischem Druck, weil Deutsche wenig über sie wissen. Der kleine Nachbar verliert dabei zunehmend. Eine mediale Aufklärungsoffensive in Deutschland ist dringend erforderlich, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen.