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Dossier: «Zurück in den Arbeitsmarkt!»

Wie müssen die Sozialsysteme umgestaltet werden, damit Arbeit sich wieder lohnt? Wie kann erreicht werden, dass Menschen auch unter veränderten Rahmenbedigungen für den Arbeitsmarkt interessant bleiben? Wie können Menschen, die langzeitarbeitslos sind, wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden? Antworten liefert dieses Dossier.

(0) Auftakt

Ursprünglich als erste Hilfe für Industriearbeiter gedacht, die bei ihrer Arbeit einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt waren, sprangen die Sozialversicherungen dann ein, wenn ein Arbeiter, etwa infolge eines Unfalls, nicht mehr selbst für seine Existenz und die seiner Familie aufkommen konnte. Inzwischen ist die industrielle «erste Moderne» von der «zweiten Moderne»

(2) Immer diese Vorurteile!

Wer seine Stelle verliert, muss nicht arbeitslos werden. Swiss Life in Zürich unterstützt freigestellte Mitarbeiter bei der Wiedereingliederung. Die Stiftung für Arbeit in St. Gallen führt Langzeitarbeitslose zurück in reguläre Arbeit. Ein Gespräch mit den Verantwortlichen.

(5) Die bürgerlichen Wurzeln des Sozialstaats

Der Schweizer Sozialstaat kann mit den Arbeitsmarktveränderungen nicht Schritt halten. Das vor 100 Jahren etablierte und bis zu den 50er Jahren verwirklichte System ist heute ineffizient. Das problematische Verhältnis zwischen Arbeitsmarkt und Existenzsicherung folgt aus historischen Eigenheiten.

(6) Fehlanreize, auch in Deutschland

Zwischen 2003 und 2005 führte Deutschland das Hartz-Konzept ein und wollte die Arbeitslosigkeit in vier Jahren halbieren. Dieses Ziel scheint unerreichbar. Der Text diskutiert Fehlanreize des Konzepts und Mängel von Alternativen wie Mindestlohn und Bürgergeld.

(7) Die Lösung: kein andrer Mensch

Gewinn, Aufstieg, Wohlergehen, finanziell wie ideell: der Mensch sucht seine Vorteile. Er selbst lässt sich nicht ändern, wohl aber die politischen Rahmenbedingungen. Die Sozialsysteme müssen Anreize setzen, die Arbeits- und Leistungsbereitschaft nicht unterbinden, sondern fördern.