Dossier: «Nach dem Coronaschock»
«Unsere Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben einen Schock erlitten. Es geht nun darum, den weiteren Verlauf dieser Krise als Lernprozess zu gestalten, um die Unsicherheit zu bewältigen und auch Chancen für die Zukunft zu ergreifen.» Andreas R. Kirchschläger Delegierter des Stiftungsrates der Max Schmidheiny Stiftung
Alles bleibt anders
Pandemien verändern Gesellschaften oft grundlegend. Das wird diesmal nicht anders sein. Das Coronavirus wird jedoch eher indirekte als direkte Folgen haben.
Plötzlich Weltbürger
Das Coronavirus hat die Bedeutung von Grenzen verändert. Während die Menschen Zuflucht im Nationalstaat suchen, treten zugleich dessen Schwächen zutage.
«Die Pandemie hat gezeigt, dass Länder nicht immer zur Kollaboration bereit sind»
Brigadier Droz leitete den ausserordentlichen Einsatz der Schweizer Armee. Mit uns spricht er über die Herausforderung, in unsicheren Lagen Sicherheit zu vermitteln, und darüber, wie wir uns für künftige Krisen wappnen.
Verlassen wir uns nicht nur auf den Staat
Um uns auf künftige Schocks vorzubereiten, müssen wir die kollektive durch individuelle Resilienz stärken. Nicht an Infrastruktur, sondern an klarem Management und Verantwortung mangelte es in der Coronakrise.
«Die Depressionsgefahr ist vorbei»
Die Wirtschaft ist bisher besser durch die Krise gekommen als befürchtet, auch dank den staatlichen Massnahmen. Verschuldung und ultralockere Geldpolitik könnten aber neue Verwerfungen auslösen.
Das zweitgrösste Risikoszenario ist Realität geworden
Auf dem Papier waren die Schweizer Behörden auf eine Pandemie vorbereitet. Doch die Coronakrise offenbarte Mängel, etwa bei der Vorratshaltung von Schutzmaterial oder bei der Koordination zwischen Bund und Kantonen.
Der aktuelle Stand des Irrtums
Wer «die Wissenschaft» unkritisch zur Rechtfertigung politischer Entscheide heranzieht, hat sie nicht verstanden. Denn wissenschaftlicher Fortschritt lebt gerade davon, Erkenntnisse in Frage zu stellen.
Kühlen Kopf bewahren trotz Erderwärmung
Obwohl wir immer mehr über den Klimawandel wissen, wird die Diskussion darüber immer irrationaler. Wollen wir die Welt besser machen, ist Alarmismus ein schlechter Ratgeber.