Wer versteht, hasst nicht, denn Hass entsteht durch Unwissen
Hass hat es schon immer gegeben. Fortschritt hingegen gab es erst, als die Rede frei wurde. Kränkungen zum rechtlichen Massstab zu erheben, ist intellektueller Protektionismus.
«Es ist herausfordernd, die freie Rede derer zu verteidigen, mit denen man nicht einverstanden ist. Aber Meinungsfreiheit ist das Fundament aller unserer Freiheiten – deshalb müssen wir dafür Sorge tragen.» Isabelle Hirs Managing Director Freedom in Practice, Rising Tide Foundation
Hass hat es schon immer gegeben. Fortschritt hingegen gab es erst, als die Rede frei wurde. Kränkungen zum rechtlichen Massstab zu erheben, ist intellektueller Protektionismus.
Meinungsfreiheit ist Voraussetzung für Erkenntnisfortschritt. Inzwischen ist sie jedoch selbst zum ideologischen Schwert in der Streitarena geworden.
Michael Shellenberger prangert immer wieder die Zensur in den USA an. Noch grössere Sorgen bereitet ihm die Entwicklung in der EU.
Einschränkungen der Meinungsfreiheit werden oft mit den Empfindlichkeiten bestimmter Gruppen gerechtfertigt. Das verengt den öffentlichen Diskurs – und schadet am Ende gerade jenen, die geschützt werden sollen.
Die Geschichte zeigt: Wenn Religion und Staatsmacht sich verbünden, ist die Meinungsfreiheit in Gefahr. Das sollten wir uns heute in Erinnerung rufen, da wieder «Irrtümer» mit gesetzlichen Mitteln bekämpft werden.
In Deutschland kann jeder sagen, was er will – bis die Polizei morgens um sechs an der Tür klingelt. Politiker schüchtern Bürger ein, die ihre Meinung sagen – und spannen ganze Armeen von NGO für ihre Zwecke ein.
Niemand habe das Recht zu gehorchen, formulierte einst die grosse Hannah Arendt. Es ist viel einfacher, zu schweigen und nicht aufzufallen im Meer der Konformisten des amtierenden Zeitgeistes. Zuerst stirbt immer der Mut und dann die Freiheit.
In China herrscht formell Meinungsfreiheit – allerdings nur, solange sie die Macht der Kommunistischen Partei nicht in Frage stellt. Kritik dient vor allem dazu, der Führung zu signalisieren, wo Handlungsbedarf besteht.
Hassrede im Internet durch das Löschen von Inhalten und Ausschliessen von Personen zu bekämpfen, ist ineffektiv. Besser und liberaler ist es, Hass direkt zu konfrontieren.