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Dossier: «Demokratie – Staatsform der Zukunft?»

Dass demokratische Mitbestimmung der totalitären Fremdherrschaft vorzuziehen ist, können all jene bezeugen, die Opfer kollektivistischer Zwangsregime waren. Wer aber die Wahl hat zwischen Selbstbestimmung und Mitbestimmung, sollte nicht zögern, sich für Selbstbestimmung zu entscheiden, obwohl damit die Unbequemlichkeit verbunden ist, auch für die Folgen des Selbstbestimmten zu haften.

Demokratie – kein Dogma

«Demokratie, das ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Freiheit, das ist, wenn das Schaf bewaffnet ist und die Abstimmung anficht.» Dieser Aphorismus stammt von Benjamin Franklin, der gewiss kein Antidemokrat war, aber ein Freund der Freiheit mit viel Menschenkenntnis und mit grosser politischer Erfahrung

Aktuelle Herausforderung der Demokratie

Schwindendes Systemvertrauen Jede Demokratie steht im Spannungsfeld von Ideal und Wirklichkeit. Prozesse wie Inter- nationalisierung, Individualisierung und Anspruchsinflation führen zu Polarisierungstendenzen und fordern die Zivilgesellschaft heraus, einen neuen Konsens zu finden.

Aus den Erfahrungen eines Zeitzeugen

Von der kommunistischen Diktatur zur modernen Demokratie Die Erfahrungen aus der kommunistischen Zeit sind für die politische Entwicklung Polens nach 1989 wesentlich. Erst der Nato- und EU-Beitritt vermitteln jenes Gefühl der Sicherheit und Normalität, das die Basis einer Demokratie bildet.

Demokratie und interkulturelles Lernen

Probleme und Lösungsansätze in Afrika Demokratie als etwas historisch Gewachsenes kann nicht unbesehen auf andere Strukturen übertragen werden. In den Kulturen Afrikas gibt es gute Ansätze zur Mitbeteiligung, die bisher noch zu wenig Beachtung gefunden haben.

Innovationen im politischen Prozess

Neue Formen demokratischer Beteiligung Zwei Reformvorschläge lösten starke Kontroversen aus: Die Ersetzung der Konkordanz durch Alternanz auf Regierungsebene und die Deregulierung der Politik durch offene Märkte für politische Mandatsträger.

Unterwegs zur Mediokratie

Vom Staatsbürger zum Medienkonsumenten Einig war man sich in der Forderung nach einer Reregulierung des Verhältnisses zwischen Politik, Medien und Ökonomie. Diese soll mehr Transparenz, Anreize zur Selbstreflexion und Selbstregulierung sowie zur Qualitätssteigerung zum Ziel haben.

Demokratie entgrenzen?

Die Globalisierung als Herausforderung der Demokratie Globalisierung als Resultat einer fortschreitenden Liberalisierung des Welthandels stellt die Grundfrage nach dem Verhältnis von Wirtschaft und Politik und bleibt daher im Spannungsfeld von Markt und Demokratie kontrovers.

Demokratie und Kultur

Wie geeignet ist Demokratie für Entwicklungsländer? Die europäisch geprägten Vorstellungen über Demokratie lassen sich nicht unbesehen auf der ganzen Welt umsetzen. Unterschiedliche Demokratieverständnisse können jedoch auch ein positives Phänomen darstellen, das allseitige Lernprozesse ermöglicht.

Wirtschaftsdemokratie

Selbstbestimmung geht vor Mitbestimmung. Politische Eingriffe in die Wirtschaft folgen dem Prinzip «one person – one vote». Wirtschaftliche Entscheidungen sollten jedoch auf Risikoübernahme statt auf Mehrheit basieren.

Gibt es eine Alternative zur Konkordanz?

Das Mehrparteiensystem im Problemstau Das Schweizerische Konkordanzprinzip wurde im Podiumsgespräch mit unterschied- lichen Argumenten als zwingendes Pendant zur Referendumsdemokratie verteidigt. In der Plenardiskussion gab es allerdings bedenkenswerte Einwände.