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Debatte

Wie wir unsere Standpunkte finden

Zu vielen Themen haben wir Meinungen, können sie aber oft nicht begründen. Häufig verlassen wir uns auf Emotionen oder Autoritäten. Doch unter bestimmten Bedingungen ist das nicht problematisch – und manchmal unvermeidlich.

Scheitern gehört zum Programm der Wirtschaft

Scheitern gehört zum Programm der Wirtschaft

Ist Scheitern strafbar? Die Frage ist derart provokativ, dass man unwillkürlich und dezidiert mit einem «Nein» antworten möchte. Misslingen muss ja auch dann sanktionsfrei bleiben, wenn es, wie das Wort «Scheitern» suggeriert, mit einer nutzlos grossen, manchmal fast verzweifelten Anstrengung verbunden ist. Die Antwort bleibt auch dann «Nein», wenn man

Produktion von Sicherheit

Produktion von Sicherheit

Die Auseinandersetzung mit Katastrophen, Notlagen und Worst-Case-Szenarien gehört zum Wesenskern meiner Aufgabe. Obwohl mein Arbeitsalltag – die Führung eines Amtes mit rund 300 Mitarbeitern – oft von anderem dominiert wird. Die Zeit ist ausgefüllt mit Sitzungen und Besprechungen; Berichte und Protokolle müssen gelesen, Entscheidungen über strategische Ziele gefällt, Budgetvorgaben umgesetzt

Privatwirtschaft und Umweltschutz

Die Industrie bringt ihre Erfahrung in internationalen Umweltverhandlungen zu wenig ein. Um effiziente Mitsprache zu erlangen, muss sie ihre Kompetenz ausbauen. Nur so lässt sich der Gegensatz zwischen Wirtschaft und Umweltschutz überwinden.

Die Schweiz ist urban

Die Schweiz ist urban

«Ich weiss nicht», meinte eine zukünftige Mitarbeiterin zunächst, «ob ich für einen Verein tätig sein kann, der Metropole Schweiz heisst. Ich liebe mein Land!» Das war zu Beginn der neunziger Jahre. Tempi passati! Heute irritiert der Begriff Metropole Schweiz kaum mehr. Im Gegenteil – er hat Konkurrenz bekommen: Stadt Schweiz, Stadtland

Der jüngste Staat des 21. Jahrhunderts

Montenegros Unabhängigkeit ist das Resultat der denk-würdigen Volksabstimmung vom 21. Mai 2006. Der Staat, der ohne Waffengewalt, durch freien Konsens seiner Bürger entstand, besitzt das Potential, sich zu einem liberalen Gemeinwesen zu entwickeln.

Magische «150»

Der Markt ist eine kulturelle Errungenschaft der neolitischen Revolution. Obwohl Menschen seit über 10.000 Jahren sesshaft sind, prägen Jäger-und-Sammler-Kategorien unser Gehirn: Es ist biologisch für Gruppen von maximal 150 Personen ausgelegt. Grössere Kollektive erfordern kulturelle Leistungen.