Ein 100-Kilometer-Lauf hat mich gelehrt, dass das Streben nach Aussergewöhnlichem nichts Aussergewöhnliches ist
In vielen Menschen steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Eindrücke von einem Volkslauf der etwas anderen Art.
Jörg Scheller hat Kraft und Verstand. Er schreibt über Muskeln, Metal und Metaphysik.
In vielen Menschen steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Eindrücke von einem Volkslauf der etwas anderen Art.
In modernen Massendemokratien fühlen sich viele Menschen politisch zunehmend ohnmächtig. Im Sport hingegen erleben sie noch Fairness, klare Regeln – und dass das eigene Handeln unmittelbare Folgen hat.
Was einst Rückzugsort war, ist heute Bühne: Im Fitnessstudio verdichtet sich die Logik der Transparenzgesellschaft zur Reinform – sichtbar, teilbar und unter permanenter Beobachtung.
Die Sportuhr am Handgelenk misst, vergleicht und bewertet. Doch wer genau hinsieht, merkt: Erst die Vermessung des Körpers schärft den Blick für das Unmessbare.
Wer Bewegung aus dem Alltag verbannt und ins Gym auslagert, hat den Sinn und Zweck des Sports missverstanden. Es ist Zeit, den Körper wieder im täglichen Tun zu stählen.
Kraft- und Ausdauertraining gelten als Antipoden: hier Masse, dort radikale Reduktion. Ein dreijähriger Selbstversuch zeigt, dass sich beides verbinden lässt – alles, was es braucht, ist viel Zeit, Energie und Demut.
Das rein auf das Aussehen ausgerichtete Bodybuilding gerät zusehends aus der Mode. Das funktionelle Krafttraining dagegen kommt zurück – mit dem Zeitgeist.
Sport prägt unser politisches Denken weit stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Und er kann uns helfen, andere Perspektiven zu verstehen.
Wer schneller und langfristig gesund laufen will, muss mehr tun, als nur Kilometer abzuspulen. Das Zauberwort lautet: gezieltes Krafttraining.
Ob 100-Kilometer-Trail oder tägliche Ironman-Distanz – Hobbysportler vollbringen Leistungen, die früher Profis vorbehalten waren. Der Hochleistungssport ist zum Spiegel unserer Zeit geworden.
Der gegenwärtige Proteinhype ist weit mehr als nur ein Marketingtrend. Er ist Ausdruck eines kulturellen Wandels: Während körperliche Arbeit an Bedeutung verliert, steigt das Bedürfnis nach körperlicher Optimierung.