Resultate statt Identitätskrise
Ich wuchs in einer Sekte auf. Mein Job als Hilfselektriker lehrte mich, Verantwortung zu übernehmen. Die Klarheit des Tuns führt zu einer Klarheit des Denkens.
Ich wuchs in einer Sekte auf. Mein Job als Hilfselektriker lehrte mich, Verantwortung zu übernehmen. Die Klarheit des Tuns führt zu einer Klarheit des Denkens.
Schuhmacherin Cleo Krebs repariert täglich Louboutins, rahmengenähte Herrenschuhe und liebgewonnene Alltagstreter – und kämpft dabei gegen das schleichende Ende eines jahrhundertealten Berufs.
Die Geschichte des Handwerks in der Schweiz ist von Innovation ebenso geprägt wie von ihren Einschränkungen. Solide Handarbeit bleibt aber gefragt – wenn sie sich an den technischen Fortschritt und den Strukturwandel anpasst
Aninia und Babatunde Adewale-Koster erfinden in ihrer Schafmilchkäserei traditionelles Handwerk immer wieder neu. Anders könnten sie nicht überleben.
Die Industrialisierung hat uns viele grosse Errungenschaften gebracht, die wir als selbstverständlich ansehen. Dadurch verstehen wir immer weniger, was dahintersteckt.
Ana Suárez fertigt Tassen und Töpfe aus Ton. Die Arbeit erfordert viel Geduld – dennoch interessieren sich immer mehr Leute dafür.
In einer zunehmend durchdigitalisierten Welt faszinieren Menschen, die mit Körpereinsatz etwas Nützliches schaffen. Künstler porträtieren sie gerne – mal als Inbild von Integrität und Arbeitsethos, mal als entrechtete Antihelden.
Karin Bischoff und Kathrin Baumberger, Schneiderinnen, St. Gallen.
Bohren, montieren, Gleise verschieben und beschriften: Ein Tag unterwegs in der Gleisfertigung der Basler Verkehrs-Betriebe.
Für einen Tag darf ich in die Rolle eines Bauarbeiters schlüpfen. Das Umleeren von Bauschutt erweist sich als meditative Erfahrung.
Im Zuge der Digitalisierung delegieren wir das menschliche Machen und Denken zunehmend an Maschinen. Die konkrete Arbeit am Objekt und die damit verbundene Erfahrung gehen damit verloren.
In der Pflege oder in MINT-Berufen fehlt es an qualifiziertem Personal. Und die Arbeitgeber haben wenig Interesse, die Stellen attraktiver zu machen – stattdessen holen sie günstige Einwanderer.
Immer weniger Schweizer machen eine handwerkliche Lehre. Das hat auch mit ihren Eltern zu tun.
Die freie Zuwanderung aus der EU erhöht zwar die Wirtschaftsleistung, hat aber vernachlässigte schwere Nebenwirkungen. Sie wird damit zum Motor eines illiberalen Umbaus der Schweiz.