Sonderpublikation 42 – Februar 2022
Rendite gesucht: Der Anlagenotstand fordert die Altersvorsorge heraus.
In dieser Ausgabe
Dossier
Editorial
Verehrte Leserinnen und Leser Die Zinsen sind tief bis negativ, die Inflation zieht an. Die Preise für Aktien und Immobilien sind stark gestiegen, so dass die Furcht vor einem Absturz gross ist. Wo lohnt es sich überhaupt noch zu investieren? Das fragen sich nicht nur Privatanleger, sondern auch institutionelle
Pensionskassen müssen neue Anlagewege gehen
Die tiefen Zinsen machen es zunehmend schwierig, an den Finanzmärkten Geld zu verdienen. Vorsorgeinstitutionen können aber ihren langfristigen Anlagehorizont nutzen, um höhere Renditen zu erzielen.
«Die grösste Herausforderung für die Altersvorsorge ist die Unfähigkeit der Politik»
Die erste und zweite Säule müssten dringend auf eine tragfähige Basis gestellt werden, sagt FDP-Ständerat Damian Müller. Reformen ja, aber nicht auf Kosten der Frauen, entgegnet seine SP-Kollegin Marina Carobbio.
Hohe Renditen sind nicht gratis
Pensionskassen könnten mehr Geld verdienen, wenn sie mehr in Aktien anlegten. Doch das ist gefährlich: Denn aufgrund der Rentengarantien und der Schwierigkeit von Sanierungen ist die Risikofähigkeit der Kassen limitiert.
So holen Sie mehr aus Ihrer Altersvorsorge heraus
Viele Leute sind sich nicht bewusst, wie viel Geld sie in der zweiten und dritten Säule ansparen können. Dazu gilt es jedoch rechtzeitig die richtigen Hebel in Bewegung zu setzen.
Abschied vom Paternalismus in der zweiten Säule
Wettbewerb sorgt für Innovation und Ausrichtung an den individuellen Präferenzen – doch ausgerechnet im finanziell gewichtigen Bereich der beruflichen Vorsorge wird er verboten. Die freie Wahl der Pensionskasse ist überfällig.
Bessere Vorsorge dank weniger Vorschriften
Die übervorsichtige Regulierung der zweiten Säule führt zu Renteneinbussen. Es braucht flexiblere Regeln für die Anlage und Verzinsung der Sparkapitalien.
Pensionskassen haben genug Spielraum
Eine Streichung der Anlagevorschriften für die zweite Säule würde die Renditen kaum verbessern. Dafür drohen zusätzliche Vorschriften.
«Die jetzige Geldpolitik ist die schlimmstmögliche, mit Ausnahme aller anderen»
Der Reformstau in der ersten Säule drücke die Rendite des AHV-Ausgleichsfonds, sagt dessen Chef Eric Breval. Er sieht steigende Risiken durch die expansive Geldpolitik und erklärt, warum er nicht in Kryptowährungen investiert.
Die dritte Säule kann die Probleme der ersten beiden nicht lösen
Von der privaten Vorsorge machen vor allem jene Gebrauch, die sie am wenigsten nötig haben. Neue Angebote können helfen, den Zugang zu erleichtern.