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Suzann-Viola Renninger

Was heisst denn hier Freiheit?

Michael Hagner zitiert Foucault: Die moderne Regierungskunst stellt sich als Manager der Freiheit dar – nicht mit dem Imperativ „Sei frei", sondern mit dem Versprechen: „Ich werde dir die Möglichkeit zur Freiheit bereitstellen und so einrichten, dass du frei bist, frei zu sein."

Schweizer Literatur in Kurzkritik, Folge III

Pierre Bayards Buch „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" ist nun auf Deutsch erhältlich. Die Schweizer Literatur in Kurzkritik bietet Inspirationen über Titel hinaus – für Leser und Nichtleser gleichermassen.

Was heisst denn hier Freiheit?

Eine Antwort aus dem Stegreif von Roland Baader «Durch die Überwindung des Kapitalismus wollen wir die Vorherrschaft der Ökonomie über den Menschen aufbrechen. Unser Ziel ist die Entwicklung der Wirtschaft zum Wohle aller.» (Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz)

Was heisst denn hier Freiheit?

Peter Ruch zufolge hätte der Sozialismus den grössten Nutzen darin, uns von der Pflicht zu befreien, für andere zu leben. Wilde argumentiert, dass die meisten Menschen ihr Leben durch übertriebenen Altruismus verderben und dazu gezwungen werden.

(0) Auftakt

Begrenzungen sind Herausforderungen. Wie interessant ist etwa eine hohe Mauer! Wer ist da nicht in Versuchung, zumindest einmal darüberzuschauen oder gar darüberzuklettern. Ähnlich ergeht es uns mit den Grenzen unserer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit: wir wollen darüber hinaus. Die Leistungssportler machen es uns vor, motiviert vom Ehrgeiz, getragen von Beharrlichkeit,

Editorial

Liebe, Leidenschaft, Familienzwist, Standesdünkel, Stolz und Rache. Am Ende von Verdis Oper «Die Macht des Schicksals» sind alle ermordet, nur der Liebhaber Don Alvaro hat überlebt. Versöhnung war nicht möglich. Nicht von der «Macht des Schicksals», sondern von der «Macht der Ressourcen» handelt das Dossier der vorliegenden Ausgabe. Deren Macht

(0) Kein Ende der Leselust

VORSICHT BÜCHER! steht hin und wieder gross auf Buchpaketen, die von der Post ausgeliefert werden. Es könnte als Hinweis auf die psychischen Erschütterungen verstanden werden, die Bücher bei manchen Menschen hervorrufen. «Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann

Editorial

Abzählreime und Expertengremien habe eines gemeinsam: sie sollen uns bei Entscheidungen helfen. Piff, paff, puff und du bisch duss. Der Abzählreim der Kinder erledigt dies radikal, rasch und zuverlässig. So, wie wir es uns in manchen Situationen gerne von den Experten wünschen würden. Schliesslich können sie uns wissenschaftliche Erkenntnisse liefern,