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René Scheu

Geschäftsführer des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Von 2007 bis 2015 wirkte er als Herausgeber und Chefredaktor des «Schweizer Monats». Heute ist er Verwaltungsrat der SMH Verlag AG.

Wunschpolitik, Wunschwähler, Wunschdenken

Wunschpolitik, Wunschwähler, Wunschdenken

Wer seinen Blick auf das Verhalten der Bürger in angeschlagenen europäischen Staaten lenkt, kann auf den Gedanken verfallen: Demokratien sind nichts anderes als Wunschpolitikproduktionsmaschinen. Demokratische Wunschpolitik spricht den Wähler in seiner höchsten Eigenschaft als Phantasiewesen an. Sie stiftet ihn an, an all die schönen Verheissungen zu glauben, die in Richtung

Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!

Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!

Umwandlungssatz, technischer Zinssatz, Deckungsgrad. Wer hat da noch den Überblick? Die Pensionskassen sind krass unterfinanziert, sagt Finanzprofessor Martin Janssen. Und die Politik hantiert weiter mit fiktiven Zahlen. Am Ende zahlen die Versicherten den Preis. Oder sie wachen auf – und tun was?

Die Reichen, der Homo oeconomicus und wir Almosenempfänger

Die Reichen. Eine unscheinbare Wendung ist mit voller Wucht zurück. Bürger, Medienleute und Politiker, die nicht klassenkämpferisch veranlagt sind, sondern bloss den Zeichen der Zeit folgen, arbeiten an der Konstruktion eines neuen diskursiven Feindbildes. Man beachte die Verwendung des bestimmten Artikels. Es ist nicht die Rede von Leuten, die mehr

Einer gegen alle

Einer gegen alle

Er verteidigt das Bankkundengeheimnis und lehnt den automatischen Informationsaustausch ab. Die deutschen Forderungen erinnern ihn ans Faustrecht. Er sieht westliche Demokratien auf dem Weg zu totalen Staaten. Ein Gespräch mit dem Schweizer Datenschützer Hanspeter Thür.

Moderner Schelmenroman

Moderner Schelmenroman

Sein Leben liest sich wie einen modernen Schelmenroman. Donald Hess wurde über Nacht zum Brauereibesitzer in Bern, fand sich dank Zufall in der Rolle des Hoteliers in Marokko wieder und machte das Valserwasser zum Kultwasser in der Schweiz, bevor er es im richtigen Moment verkaufte. Heute produziert er Spitzenweine auf

Die «Steuersünder»

Wer heute den Begriff «Steuersünder» in Anführungszeichen setzt, macht sich verdächtig. Will da einer relativieren? Nein, will er nicht. Er will bloss Klarheit schaffen. Und darum hat er den Begriff erst einmal eingeklammert. «Grundlage und Schranke staatlichen Handelns ist das Recht», heisst es in der Bundesverfassung. Der Staat darf nicht

Der Abenteurer

Der Abenteurer

Donald Hess braute in Bern Bier, wurde Hotelier in Marokko und prägte den legendären Spruch «'s isch guat, ds Valserwasser!». Er machte die Mineralquelle gross und produziert heute Spitzenweine weltweit. Das unglaubliche Leben des grünen Unternehmers.

Land der Mitte?

Die Schweiz ist eine Antithese zum europäischen Mainstream. Sie ist das Land des bürgerlichen Konsenses. Das Land des disziplinierten Haushaltens. Und das Land des sozialen Ausgleichs. Allein, wie lange noch?

Schreien, Feilschen, Tauschen

Auf den Marktplätzen dieser Welt wird leidenschaftlich geschrien, geworben, gefeilscht, getauscht. Das Treiben wirkt chaotisch, doch bekommt am Ende jeder, was er will. Darum mögen wir die bekannten Marktplätze vor unserer  Haustür.  Getauscht und gefeilscht wird auch  auf  den  grossen  globalen Märkten. Dennoch trauen viele Zeitgenossen diesen grossen Brüdern nicht.

Von helvetischem Wohlfühlen und brasilianischer Dynamik

Herrn Schweizers Weltzentrum ist Europa. Die mentale Orientierung an den Zuständen in den benachbarten EU-Staaten ist angenehm für ihn. EU-Vergleiche geben die negative  Folie  ab, vor deren Hintergrund Herr Schweizer das eigene Land in umso schönerem Glanz erstrahlen lassen kann. Kritisiert er die Schuldenwirtschaft der EU-Staaten, lobt

Tausch oder Raub

Tausch oder Raub

Ich gewinne, du verlierst. Wer hat, der hat es anderen genommen. Klingt vertraut, oder? Es ist die Räuberlogik. Matt Ridley erklärt im Gespräch, wie die Welt wirklich funktioniert. Und warum wir immer reicher werden, auch wenn wir es nicht merken.

Scharfe Blicke auf den Zeitgeist

Mario Vargas Llosa sind wir letzten Herbst in St. Gallen begegnet, als der Literaturnobelpreisträger an der HSG über das Verhältnis von Geschichte und Literatur sprach. Wir baten ihn um einen Beitrag, und er sagte zu. Er hat sein Versprechen gehalten und uns eine wortgewaltige Verteidigung der moralischen Grundlagen der freien

Vom Lebenselixier moderner Demokratien

Ist, wer die Parteienfinanzierung gutheisst, ein Antidemokrat? Ist die EU antidemokratisch? Ist die Sympathie für Verfassungsrichter antidemokratisch? In unseren demokratisch verfassten Gesellschaften gibt es eine bewährte Steigerung der öffentlichen Verunglimpfung. Die erste, harmlose Form stellt die Intelligenz des Verunglimpften in Frage: Du bist dumm. Die zweite tritt mit dem moralischen

Selfmadefrau

Selfmadefrau

Ihren ersten Kinderwagen hat Hanne Grieder in einer Garage verkauft, mit dem ersten Kind im Schlepptau. Heute hat sie acht Fachgeschäfte für Babyartikel – und das Business wächst weiter. Wie hat sie es geschafft, die Männerwelt zu überholen?

Arbeitsintrument Gehirn

Sie schreibt die Kolumne in dieser Zeitschrift, auf die wir am öftesten angesprochen werden. Sie ist jung, ambitioniert, diszipliniert und belesen. Und sie hat Mut, wenn sie sich in Zeiten eines modischen Antikapitalismus als «überzeugte Kapitalistin» und «radikale Individualistin» outet: Xenia Tchoumitcheva. Zum Interview erscheint sie perfekt gestylt in einem