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Vielfältige Anleitungen für sprachliche Monotonie

Eine Wegleitung für mehr monotone Diversität im Journalismus.

Bild: Cover der Broschüre, ergänzt um eine wichtige Frage.

Inhaltsverzeichnis

In Zeiten, in denen absurde Begriffe wie «gendergerecht» gesellschaftspolitisch Konjunktur haben, überrascht es eigentlich nicht, dass deren Karriere zunehmend Regeln aufweist. Kürzlich flatterte die neue Ausgabe der «Schweizer Journalist:in» ins Haus, mitsamt einer Beilage namens «Gendersensible Sprache». Selbstverständlich nur zur Info und voller gut gemeinter Vorschläge – nicht dass jemand denkt, relevante Medien sollten bald in diesem bunten Neudeutsch schreiben! Warum der Unterstrich rasch dem «Gendersternchen» wich und dieses noch schneller dem Doppelpunkt, der nunmehr irgendwie für Vielfalt stehen soll, kann auch diese Broschüre nicht erklären. Dafür aber, dass der sogenannte Glottisschlag («Reporter-Pause-innen») total inklusiv sei: «Alle Geschlechtsidentitäten werden dadurch in der gesprochenen Sprache berücksichtigt.» Fällt in diesen Kreisen eigentlich niemandem auf, dass Staaten, deren Landessprachen keine geschlechtlichen Unterscheidungen wie das Deutsche kennen – Ungarisch oder Türkisch etwa –, dann von Haus aus Horte der Emanzipation sein müssten? Und fragt sich eigentlich niemand, was Deutsch lernenden Migranten mit diesen sprachmagischen Vorstellungen aufgebürdet wird? Don’t believe the hype. (vsv)

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