Diesen Sommer zeigt das Musée Cantonal des Beaux-Arts Lausanne in der Ausstellung «Textile Territorien» die imposante Webkunst der polnischen Künstlerin Magdalena Abakanowicz (1930-2017). Bei deren überdimensionierten, in seltsamsten Formen gehaltenen Werken handelt es sich um rätselhafte, leicht monströse Stoff-Kompositionen, die zum Teil begehbar sind und den Betrachter auf unheimliche Weise anzustarren scheinen. Weil sie jede Kategorisierung unterliefen, wurden diese Objekte vom ratlosen Kulturbetrieb rasch nach ihrer Schöpferin «Abakans» benannt. 1970 realisierte Abakanowicz mit den Filmemachern Jaroslaw Brzozowski and Kazimierz Mucha den Experimentalfilm «Abakany», der ihre Arbeiten in den Sanddünen des Slowinzischen Nationalparks an der Ostseeküste in Szene setzte, wo sie wie die Bewohner eines fernen Planeten wirkten. Auch im Museum eine äusserst kuriose und sinnliche Erfahrung. (vsv)
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