Auf der Platte mit Meier
Dieter Meier: «La Conquête de l’inutile. Werke 1969–2007». Bern: Benteli, 2007.
Dieter Meier: «La Conquête de l’inutile. Werke 1969–2007». Bern: Benteli, 2007.
«Am ersten seiner fünf letzten Tage sass Jensen an seinem Pult, und draussen stand eine Kutsche im Regen», so fängt der erste Kriminalroman des vor allem für seine pfiffigen Kolumnen bekannten Linus Reichlin an. Wie bitte? Nein, Jensen ist Polizist in Brügge und stirbt noch nicht! Vielmehr steht er vor
Zürich, Bahnhofstrasse 19. Hier eröffnen Tristan Tzara und Hugo Ball im März 1917 die Galerie Dada, in der Absicht, so Ball, «eine kleine Gesellschaft von Menschen zu bilden, die sich gegenseitig stützen und kultivieren». Einer dieser Menschen ist ein 21jähriger Chemiestudent, der sich Clauser nennt. Balls Lebensgefährtin Emmy Hennings hat
Das Fremde ist Material; es fordert Aneignung heraus und gleichzeitig Abstandnehmen. «Wieso ist hier Afrika» fragt eines der Gedichte in Ivo Ledergerbers Lyrikband «Aus dem Maghreb» – eines der Gedichte, die alles in allem wenig Aufhebens von sich machen, aber langsam, ganz langsam in den Leser eingehen. (Die hier ebenfalls gebotene
Franz Böni: «Sierra Madre. Prosa. 1968 bis 2007». Vaihingen/Enz: IPA, 2007.
Silvano Cerutti: «Gschnätzlets. Short Stories». Zürich: Salis, 2007.
Alexis Schwarzenbach: «Auf der Schwelle des Fremden. Das Leben der Annemarie Schwarzenbach». München: Rolf Heyne, 2008. Dominique-Laure Miermont: «Annemarie Schwarzenbach. Eine beflügelte Ungeduld». Aus dem Französischen von Susanne Wittek. Zürich: Ammann, 2008.
An der Schwelle zur Moderne: die Verabschiedung der Gottesidee 1853 schrieb Gottfried Keller an einen Freund: «Ich habe gesehen und gestaunt, wie schlecht und unfähig die Produkte anderer Leute gelesen werden.
Schweizer Auslandsreisen inspirierten viele Literaten zu Büchern. Doch der «Schweizer Literaturgeschichte» half dies nicht. Acht Werke werden in der achten Folge der «Schweizer Literatur in Kurzkritik» vorgestellt. Fortsetzung folgt.
Mag sein, dass der Berner Germanist Peter Rusterholz recht hat und wirklich dringender Bedarf besteht an einer «Geschichte der Literatur aus der Schweiz, die sich nicht auf das 20. Jahrhundert beschränkt, sondern Literatur in historischer Entwicklung darstellt». Wahr ist, dass es an einer aktuellen Gesamtdarstellung fehlt, «die Texte nicht nur
1920 folgte die Bernerin Gret Herzog ihrem Verlobten, dem Basler Tropenarzt Kurt Surbek, nach Niederländisch-Indien, ins heutige Indonesien also. Dort lebte sie fünfundzwanzig Jahre, erst in sehr einfachen Plantagenspitälern auf Sumatra, die ihr Mann leitete, später in einem gemeinsam geführten Sanatorium auf Java, bevor mit der japanischen Besetzung der
Schweizer Reisende und Auswanderer in Brasilien, ihre Vorstellungen und Erfahrungen sind das Thema von Jeroen Dewulfs «Brasilien mit Brüchen». Das Ausgangsmaterial sind Schriften wie die Reiseberichte des Pastors Jean de Léry (1557), Berichte von Schweizer Ethnologen und Biologen sowie literarische Texte von Schriftstellern wie Blaise Cendrars und Hugo Loetscher, die
Es gibt Bücher, bei deren Lektüre einem das Ein- und Ausatmen ausser Rhythmus gerät, man empfängt einen Adrenalinstoss nach dem andern, schnaubt und röchelt und am Ende des Buches ist man erschlagen. Der Zweck der Kunst allerdings – wenn sie denn einen hat – ist vermutlich ein anderer. In Jörg Steiners neuem
Jürg Amann: «Pekinger Passion. Kriminalnovelle». Zürich/Hamburg: Arche, 2008.