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Editorial

Danke, René Scheu!

Ende 2015 ist für den «Schweizer Monat» zu Ende gegangen, was man eine Ära nennen darf: die Ära Scheu. René Scheu ist im Jahr 2007 als designierter Nachfolger von Robert Nef als Redaktor und Herausgeber zu den «Schweizer Monatsheften» gestossen. Es waren die Jahre der Krisensitzungen. Dem Magazin ging es

Editorial

Der Lauf der Welt hält sich nicht an den Plan der Magazinmacher. Ein eigenes Opus ist diese meine letzte Ausgabe, die ich dirigiere, allemal. Aber wir haben aus relevant-aktuellem Anlass im letzten Moment nochmals umgestellt, zu Ihrem Mehrwert, davon sind wir überzeugt: mehr von Niall Ferguson, Judith Butler und

Making of 1032

Making of 1032

Trink dich Besser! Nasenbluten: Sarah Pines muss unseren Termin kurzfristig absagen – «Nachwirkungen des Flugs, vielleicht Stress?», mutmasst sie, hörbar mitgenommen, am Handy. Erst vor wenigen Stunden ist sie aus San Francisco gelandet. Geklappt hat es dann doch mit Kaffee und Photoshoot. Die Autorin mit deutschen Wurzeln lebt nun schon lange

Editorial

Adolf Muschg gehört – das darf man so sagen – zu den treuen Lesern und Autoren dieser Zeitschrift. Er beehrt uns immer wieder mit sporadischer Blattkritik in E-mail-Form – und er schreibt seit langer Zeit, als die Korrespondenz noch auf dem Postweg erfolgte, für den «Monat». Dass er vieles anders sieht

Making of 1031

Making of 1031

Dichte und Wahrheit Es ist grau. Und braun. Metall überall. Als wir den Architekten und Architekturtheoretiker Vittorio Magnago Lampugnani treffen wollen, bekannt für Projekte wie den Basler Novartis Campus, verirren wir uns auf dem Zürcher Science City Campus. Dank der monumentalen Hässlichkeit des Baus und der einer kafkaesken Logik folgenden

Editorial

Wir gelten als Zeitschrift, deren Autoren ordnungspolitisch sauber argumentieren. Auf diesen Ruf sind wir stolz – und wir werden ihn auch weiterhin pflegen. Wir sind aber auch ein Magazin, das den Irrsinn postmoderner Geldpolitik in allen seinen Facetten seit Jahr und Tag ausleuchtet. Die Schweizerische Nationalbank unter ihrem Präsidenten Thomas Jordan

Making of 1030

Making of 1030

Mehr Scouts! Der Herausgeber hat Lars Kolind in den helvetischen Bergen kennengelernt. Der dänische Unternehmer hielt ein Seminar über sein neuestes Projekt, das auch im Management-Bestseller «Unboss» nachzulesen ist. Führung braucht keine rigiden Hierarchien – wohl aber Kompetenz. Und Erfahrung. Die hat sich Kolind bei den Pfadfindern schon in jungen

Editorial

Liberale gelten als verkopfte Menschen, dem Liberalismus fehlt es an Sexappeal. Es war Friedrich August von Hayek, der 1949 in seinem für die «Schweizer Monatshefte» – also für diese Zeitschrift – verfassten Essay «Die Intellektuellen und der Sozialismus» deshalb für mehr «Mut zur Utopie» unter Liberalen warb. Sein Ruf blieb ausserhalb der

Editorial

In Ihren Händen halten Sie unsere umfangreiche Sommer-Doppelausgabe. So will es die Tradition. Wiederum haben wir darauf geachtet, Ihnen mit einem spannenden Themen- und Formenmix besondere Lesestoffe zu bieten – für den Strand mit Sonneneinwirkung oder die Bibliothek im kühlen Untergeschoss.Apropos: wie stelle ich mir eigentlich den idealen Leser,

Editorial

Vermutlich gönnen Sie sich eine Mussestunde, wenn Sie dieses Heft zur Hand nehmen. Vielleicht sind Sie froh, sich für eine kurze Weile in eine andere Welt vertiefen zu können und Ihre Arbeit hinter sich zu lassen. Den Alltag verlassen kann freilich nur, wer einen hat; das Nichtstun bezieht seinen Wert

Making of 1028

Making of 1028

Thymos und Eros Peter Sloterdijk arbeitet seit vielen Jahren am Unterfangen einer Neubeschreibung, man könnte auch sagen: an einer Renobilitierung des modernen Menschen. Das Menschenwesen – das ist in seinen Augen kein dauerüberfordertes armes Schwein, überhaupt kein Mängelwesen, sondern ein in vieler Hinsicht reicher Akteur, der nicht nur gerne nimmt, sondern

Editorial

Die Fiskalquote ist der Entmündigungskoeffizient einer Gesellschaft. Die Zahl besagt, über wie viel vom Erwirtschafteten die einzelnen Bürger frei entscheiden können – und wie viel Macht das Kollektiv hat. Die Schweiz gilt gerade unter Schweizern als Land mit halbwegs vernünftiger Fiskalpolitik. Die Begründung liegt auf der Hand: Es sind hierzulande die

Making of 1027

Making of 1027

BÜRGERTUM ADE! Seit Jahren planten wir, Thomas Hürlimann zu treffen.Gesundheitszustand und Agenda des Schriftstellers liessen das lang nicht zu, nun gelang es gleich doppelt: Anlässlich der «Eventi letterari» in Ascona nahm sich der wieder genesene Autor an zwei Tagen Zeit für ausgiebige Unterhaltungen, entstanden ist ein grosses Gespräch. Hürlimann

Editorial

Der Staat hat frei nach John Locke die Aufgabe, Freiheit, Leben und Eigentum seiner Bürger zu schützen. Weil er als Gewaltmonopolist eine ungeheure Machtfülle in sich vereint (und Macht stets korrumpiert), muss er die Beschützten zugleich vor seinen eigenen Avancen schützen – das ist der Sinn der in der Verfassung festgehaltenen

Making of 1026

Making of 1026

Mit Der Feder Für die Freiheit… Auch die Schnelllebigkeit kennt Konstanten. Im Zeitalter der Angst taucht mit voraussehbarer Regelmässigkeit die Frage auf, wie unsere offenen Gesellschaften das Verhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit gestalten sollen. So hartnäckig sich diese Debatte hält, so beharrlich schreibt Ilija Trojanow gegen sie an. Lesen Sie,